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Mundschutz nähen im Akkord

Die Nachfrage nach dem Hygieneschutz ist enorm. Das merken auch die Schneider und Einzelhändler in der Region.

Unikate sind es auf jeden Fall, die Mundschütze, die hier und anderswo genäht werden.
Unikate sind es auf jeden Fall, die Mundschütze, die hier und anderswo genäht werden. © Norbert Millauer

Zu bizarren Szenen kommt es derzeit in der Pirnaer Innenstadt. Am Montag öffnete dort das Stoffgeschäft "Landfee" regulär um 9.30 Uhr. Aber die ersten Kunden standen bereits eine Stunde vorher vor dem Geschäft auf der Lauterbachstraße, um sich einen der  begehrten Mundschutze zu kaufen. "In den vergangenen Tagen haben wir bestimmt über 1.500 Stück verkauft", sagt Inhaberin Anja Zimmer-Schröder und lacht. Die Masken werden selber genäht. Es gibt Exemplare für Herren und etwas buntere für Damen. "Wir haben noch genug Mundschutze, aber produzieren fleißig weiter", sagt die Pirnaer Geschäftsfrau. Zum Teil stehen die Kunden Schlange bis auf die benachbarte Gartenstraße. Ein Mundschutz kostet in der "Landfee" 5,50 Euro.

Etwas teurer ist er beim Herrenausstatter Gnauk auf der Gartenstraße in Pirna. Hier muss der Kunde 8,50 Euro für einen Mundschutz bezahlen. Das scheint aber auch niemanden abzuschrecken. "Wir erleben einen regelrechten Ansturm", freut sich Angestellte Ute Leupert. Das Schneidergeschäft bestellt die Stoffe im Großhandel und  näht dann in der Werkstatt in der Gartenstraße daraus die Mundschutze. Sie sind zweilagig und waschbar. Mit einem Gummizug werden sie am Kopf befestigt.  Da der Andrang so groß ist, hat das Geschäft bereits Stoffe nachgeordert, die diese Woche noch geliefert werden sollen. Dann gibt es weiteren Nachschub.

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Preislich dazwischen liegen die Masken, die Manuela Michel in ihrem Modegeschäft auf der Breiten Straßen in Pirna näht. Hier kostet einer 6,50 Euro. Am Montag hat Manuela Michel bis nachts halb elf an der Nähmaschine gesessen. Allein an diesem Tag gingen 120 Bestellungen ein. Bei Schneider Frank Reichel in Heidenau ist es noch nicht so viel. Er näht nur, wenn Kunden bei ihm bestellen. Fünf Euro verlangt er und hat noch Kapazitäten. 

Ähnlich ist es bei Ute Steinberg, die in Neustadt ein kleines Geschäft mit dem Namen "Gardinen und Nähen" auf der Karl-Marx-Straße 17 führt. Auch bei ihr gingen Anfragen von Kunden für den Mundschutz ein, sagt sie gegenüber Sächsische.de: "Ich bin allerdings ein Einzelunternehmen und stelle diesen Mundschutz nur auf Bestellung her und nicht in großem Stil", sagt sie. Das würde sie zeitlich gar nicht schaffen. Auch der Laden sei nur donnerstags geöffnet. Kunden könnten sich aber über ihren Online-Shop den Stoff für die Masken kaufen: "Ich empfehle hochwertigen Baumwollstoff dafür, denn der kann gekocht beziehungsweise bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden", empfiehlt Schneiderin Ute Steinberg. 

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