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Museum einigt sich mit Indianern zu Skalp

Während des Karl-May-Festes am Wochenende hatten sich beide Seiten verständigt.

Radebeul. Einen „Letter of understanding“, eine Vereinbarung, wie mit dem strittigen Skalp eines Indianers umgegangen werden soll, ist gestern in Radebeul unterzeichnet worden. Unterschrieben haben die Absichtserklärung Cecil Pavlat, Rückführungsbeauftragter des Stammes der Ojibwe-Indianer, Udo Franke, Vorsitzender der Karl-May-Stiftung und Claudia Kaulfuß, Geschäftsführerin des Karl-May-Museums.

In dem Brief wird vereinbart, dass sowohl hier als auch in den USA in den nächsten Monaten bis Oktober nach Akten gesucht wird, die mit dem strittigen Skalp zusammenhängen. Danach solle zur Herkunft der Trophäe geforscht werden. Für die Forschung könnten Fördermittel beantragt werden, sagt die Museumschefin.

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Das Museum in Radebeul besitzt einen Skalp, den ursprünglich dessen Begründer Patty Frank in den USA erworben haben soll. Dieses Stück Kopfhaut könnte von einem Krieger der Ojibwe-Indianer stammen. Deshalb hatte deren Rückführungsbeauftragter zu Jahresbeginn einen Brief an das hiesige Museum geschrieben und den Skalp gefordert. Nach den Bräuchen in den USA anerkannten Bräuchen der Ureinwohner werden die Überreste eines Stammesmitgliedes bestattet. (SZ/per)