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Museumssanierung wird Millionenprojekt

Die Modernisierung des Sebnitzer Heimatmuseums kostet mindestens zwei Millionen Euro. Woher das Geld kommt, ist noch offen.

Das Sebnitzer Museum: In zwei Jahren soll es wieder öffnen.
Das Sebnitzer Museum: In zwei Jahren soll es wieder öffnen. © Daniel Schäfer

Mit neuer Elektrik und frischer Farbe ist es nicht getan. Die anstehende Sanierung des Kunstblumen- und Heimatmuseums "Prof. Alfred Meiche" in Sebnitz mitsamt dem benachbarten Afrikahaus wird ein Millionenprojekt. Das wurde jetzt deutlich, als die Stadtverwaltung dem Stadtrat die Honorare der Ingenieure und Bauplaner zum Beschluss vorlegte. Allein die Planungskosten liegen demnach bei 300.000 Euro. Insgesamt geht die Stadt von mehr als zwei Millionen Euro aus, die für die Modernisierung fällig werden. 

"Wir reden hier nicht vom Austausch von ein paar Glühbirnen", sagte Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) im Stadtrat. Es gehe um die grundhafte Sanierung des Gebäudekomplexes an der Hertigswalder Straße. Was die Planungskosten angehe, sei die Stadt an die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure gebunden. Da lasse sich nichts nachverhandeln. Unter anderem stehen Bauendoskopie und Holzschutzgutachten für die historischen Balken, Lichtplanung und Vermessung auf der Honorarliste - nach der allgemeinen Projektsteuerung, die mit knapp 110.000 Euro den größten Teil der Planungskosten ausmacht. 

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Der Stadtrat stimmte den Honoraren für die Planer bei einer Enthaltung zu. "Wir wollen bewusst ein dickes Brett bohren", sagte Ernst-Udo Radke, Chef der CDU-Fraktion. Die Städtischen Sammlungen seien ein Alleinstellungsmerkmal für Sebnitz und sollten deshalb attraktiv gestaltet werden. Dafür brauche es eine exakte Planung. Eine Alternative war ohnehin nicht in Sicht. Ein aussagekräftiger Entwurf sei die Voraussetzung, damit die Stadt Fördermittel beantragen kann, erklärte OB Ruckh. "Wenn wird nicht irgendwo anfangen, wird es nichts."

Neben einer baulichen Sanierung der Museumsgebäude sollen auch die Dauerausstellungen neu konzipiert und die Aufteilung auf die Räume verändert werden. Eine Idee ist es beispielsweise, den Eingangsbereich für Heimatmuseum und Afrikahaus zentral in die Mitte zwischen den beiden Häusern zu verlegen. Bisher mussten die Besucher durch das Heimatmuseum laufen, um ins Afrikahaus zu gelangen. Ein erstes Konzept soll den Stadträten in einer internen Klausurtagung am 6. Dezember vorgestellt werden. 

Wie genau das Zwei-Millionen-Euro-Projekt finanziert wird, ist unterdessen noch offen. Die Stadt plant, verschiedene Förderquellen anzuzapfen, sowohl im kulturellen Bereich als auch für die Stadtentwicklung. "Das werden wir lösen", sagte der Sebnitzer OB. 

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Damit die Planer sich ein umfassendes Bild der alten Bausubstanz machen können, sind Museum und Afrikahaus bereits seit Anfang Oktober für Besucher geschlossen. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Mai 2020 im Dachgeschoss beginnen. Das Ziel ist es, die Ausstellungshäuser Ende 2021 wieder zu öffnen - dann feiert das Afrikahaus sein 20-jähriges Jubiläum.

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