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Museumsleute beraten über Umgang mit Skalps

Indianer aus Michigan hatten das Ausstellen sensibler Objekte als sehr respektlos kritisiert.

Die Radebeuler Karl-May-Stiftung ist am 15. Februar im Lößnitzgymnasium Gastgeber einer wissenschaftlichen Fachtagung zum Thema „Ruhe sanft (in der Vitrine)!? – Vom Umgang mit menschlichen Überresten in Sammlungen und Museen“.

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Das eintägige interdisziplinäre Symposium behandelt die Frage des Umgangs mit menschlichen Überresten in Museen und Sammlungen in Deutschland. Die Stiftung wendet sich gezielt an Fachleute aus dem wissenschaftlichen und musealen Bereich. Sie möchte mit der Tagung eine Plattform zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch anbieten.

Diskussion entfacht

Anlass der Diskussion ist die Rückforderung eines Skalps in der Sammlung des Karl-May-Museums durch Vertreter der Chippewa Indians aus Michigan. Diese wiesen den Skalp als menschlichen Überrest eines ihrer Vorfahren vom Stamm der Ojibwa aus und kritisierten das Ausstellen solch sensibler Objekte in öffentlichen Sammlungen. Diese Art des Verhaltens gegenüber indigenen Kulturen sei inakzeptable und respektlos. Der indianische Haarschopf ist seit mehr als 80 Jahren im Besitz des Karl-May-Museums.

Die Rückforderung erregte vor knapp einem Jahr große mediale Aufmerksamkeit und stieß eine Diskussion über den Umgang mit diesen Exponaten in Museen und Sammlungen in Deutschland an. (kk)

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