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Eine musikalische Schifffahrt

In der Not finden sich in Pirna zwei, um sich gegenseitig zu helfen und Dritten eine Freude zu machen. Dabei knüpfen sie an eine Tradition auf der Elbe an.

Drei Musiker auf einem Schiff: Armin Groß, Christian Helm und Fritjof Laubner (v.l.) bringen Dixie auf die "Bastei".
Drei Musiker auf einem Schiff: Armin Groß, Christian Helm und Fritjof Laubner (v.l.) bringen Dixie auf die "Bastei". © Daniel Förster

Auf den ersten Blick scheint manches fast so wie immer. Doch dieser Eindruck täuscht nicht darüber hinweg, dass insbesondere kulturell alles anders ist in diesem Corona-Jahr. Auch wenn es die eine oder andere Veranstaltung gibt, suchen Macher und Kulturfreunde nach wie vor nach Möglichkeiten. Eine ist jetzt auf einem Schiff entstanden. 

Tradition lebt auf

Der Gottleubaer Musiker Christian Helm als Teil der Blue-Alley-Band und die Reeder-Familie Frenzel haben die Idee gemeinsam umgesetzt und bekamen Unterstützung von der Pirna Energie GmbH (SWP). So konnte die erste musikalische Schifffahrt erfolgreich stattfinden. Mit dem Motorschiff Bastei der Familie Frenzel ging es von Pirna über Wehlen nach Rathen und zurück. SWP-Kunden konnten sogar kostenlos mitfahren. 

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Es war keine ganz neue Erfindung, sagt Bernd Frenzel. Dixie-Fahrten auf der Elbe haben schließlich Tradition. Doch jetzt, da an Land eben nicht so viel möglich ist, sei es eine gute Alternative. Das war für Christian Helm ein Grund, danach zu suchen. Er hatte auch beim jüngsten Konzert der Liedermacher auf dem Pirnaer Markt mitgewirkt. Diese Konzerte hat der Pirnaer Liedermacher Peter Lippert initiiert, um Musikern eine Bühne und Pirna "anständige Konzerte mit Abstand" zu geben. Ein weiteres Konzert soll Ende August stattfinden. 

Das andere Problem der Schiffer

Maximal 70 Personen können auf Frenzels Schiff bei den musikalischen Ausflügen mitfahren. Zwar ist für doppelt so viele Platz auf dem Motorschiff, aber da ja das Wetter nie voraussehbar ist, können nur die Plätze drinnen besetzt werden. Frenzels haben keine Probleme, ihr Schiff bei den Fahrten zu füllen. Dafür haben sie ein anderes Problem. "Nicht genug Servicepersonal", sagt Frenzel. Wenn ein Kellner das ganze Schiff bedienen muss, ist das eine Herausforderung für ihn und die Gäste. 

Die nächste Dixie-Fahrt findet am 24. September statt. Auch wenn das, wie gesagt, keine ganz neue Erfindung ist; diese Zeit bietet auch die Chance, wieder neue kulturelle Formen zu finden, sagt Helm. "Wir wollen was für die Städte, für die Kultur und natürlich die Menschen machen." Die musikalische Schifffahrt soll eine von weiteren Formen sein, um Künstlern Auftritte zu ermöglichen, Städte zu beleben und Menschen zu erfreuen.

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