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Musik kennt keinen Ruhestand

Ljudmila Büchner wird heute 65 Jahre alt. Die Chefin einer privaten Musikschule hat mit ihren Schülern noch viele Pläne.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Ines Eifler

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Gerade erst ist Ljudmila Büchner vom Regionalwettbewerb Jugend musiziert zurück. Gerade erst haben zwei ihrer Schülerinnen, die Geschwister Anastasia und Vanessa Pozeg, dort als Klavier-Duo einen ersten Preis errungen. Und wenn man weiß, wie engagiert Ljudmila Bücher die beiden Mädchen in ihrem Klavierunterricht gefördert und auf den Wettbewerb vorbereitet hat, dann kann man sich denken, dass sie nicht auf ihren heutigen 65. Geburtstag gewartet hat, um sich endlich zur Ruhe setzen zu können. Sondern dass sie mit ihrer Musikschule „Musica via regia“ am Wilhelmsplatz für ihre Schüler genauso da ist wie in all den Jahren zuvor.

1978 war die Musikpädagogin aus der Ukraine in die DDR gezogen, hatte geheiratet und zwei Kinder bekommen. Nach den ersten, für sie schwierigen Jahren, fern ihrer Heimat Kiew und mit wenig Anschluss in Görlitz, begann sie 1982 an der Musikschule am Fischmarkt als Klavierbegleiterin. An der Musikschule des Kreises unterrichtete sie dann 15 Jahre lang im Fach Klavier. Seit 1999 war Ljudmila Büchner Dozentin an der Görlitzer Hochschule für Kirchenmusik.

Im Oktober 2002 aber machte sie sich selbstständig und eröffnete in der Jakobstraße ihre eigene Musikschule. Das anfängliche „Musik- und Klavierstudio“ wurde später zur Musikschule „Musica via regia“. Fast von Beginn an bereicherte Ljudmila Büchner auch die Görlitzer Kulturlandschaft. Von 2003 bis 2011 organisierte sie immer am Buß- und Bettag ein „Drei-Länder-Konzert“, das mit den Jahren so groß wurde, dass es vom Ständehaus ins Theater zog. Traten anfänglich außer den Schülern der Musikschule vor allem junge Musiker aus Osteuropa auf, lud Ljudmila Büchner später neben ukrainischen Ensembles und Gästen aus Polen und Tschechien auch junge französische und spanische Musiker ein. Bis heute sind Konzerte ihrer Schüler im Saal des Ständehauses zu erleben.

Mitte vergangenen Jahres verkleinerte Ljudmila Büchner ihre Musikschule räumlich, zog mit ihren Instrumenten und ihrer Wohnung auf den Wilhelmsplatz 4. Durchaus schon mit dem Gedanken ans Alter, aber auch mit der Vision, den neuen Lebensabschnitt mit frischer Energie zu beginnen. „Ich fühle mich jetzt an der Spitze meiner Erfahrung, meines Wissens und meiner Kraft“, sagte sie im Sommer und drückte aus, dass sie davon noch sehr viel geben könne. Das gilt heute wohl mehr denn je. Obwohl gerade erst eine Zeit intensiven Vorbereitens und Motivierens hinter ihr liegt, bereitet Ljudmila Büchner schon wieder die nächsten vier Klavierschüler auf einen anspruchsvollen Musikwettbewerb in Polen vor.

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