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Orgelkonzert als Musikreise

Ein Mini-Urlaub mit dem Meißner Domkantor ist am 31. Juli in der Marienkirche zu erleben. Wo, wenn nicht hier geht Mindestabstand.

Großenhains Kantor Florian Mauersberger mit Domkantor Thorsten Göbel aus Meißen in der Marienkirche. Am 31. Juli gibts hier ein Konzert.
Großenhains Kantor Florian Mauersberger mit Domkantor Thorsten Göbel aus Meißen in der Marienkirche. Am 31. Juli gibts hier ein Konzert. © Kristin Richter

Von Kathrin König

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Großenhain. Der neue Meißner Domkantor Thorsten Göbel wird am Freitagabend, 31. Juli, sein erstes Orgelkonzert in Großenhain spielen. Nachdem er die Kirche und die Orgel aus dem Jahr 1901 kennengelernt hatte, sagte Göbel spontan: „Spektakulär. Ich bin höchst beeindruckt von der wunderschönen Orgel und vom Innenraum.“ Augenzwinkernd fügte er an: „Und ein bisschen eifersüchtig bin ich auch. Im Dom zu Meißen haben wir Platz für 250 Besucher. Hier passen 1.800 Menschen hinein!“

Der Kirchenmusiker will an der großen Jehmlich-Orgel seine Zuhörer mit auf musikalische Urlaubsreise nehmen. Gleichzeitig beendet er die lange coronabedingte Musikpause in der Stadtkirche. Ursprünglich sollte am Freitag ein Kindermusical der Kurrenden aus Großenhain und Riesa gezeigt werden. Aber die Proben der Kinderchöre durften nicht stattfinden. Eindrucksvolle Musik soll dennoch in der Marienkirche erklingen.

„Alle, die sich in diesem Sommer nicht trauen, zu verreisen, sind mit meinem Konzert eingeladen, auf Reisen zu gehen“, sagte Thorsten Göbel mit Blick auf das Programm. Es werden Werke großer europäischer Meister zu hören sein. „Bei einer Träumerei am Springbrunnen kann man sich wirklich wie in Großbritannien fühlen“, verspricht der Domkantor. Mit Musik von César Franck beispielsweise will er nach Frankreich einladen. Danach in die Niederlande mit einer „Flämischen Rhapsodie“. „Es sind alles Musikstücke aus Gegenden, in denen ich in diesem Jahr auch gerne Urlaub gemacht hätte. Das Konzert wird für mich ebenfalls eine kleine Urlaubsreise“, meinte Kantor Göbel.

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Wegen der Coronabestimmungen und der Hygieneeinschränkungen ist der 44 Jahre alte Domkantor aktuell in Kurzarbeit. Seinen Jahresurlaub hatte er während des Lockdowns vorzeitig genommen. Die Hygienebestimmungen werden auch für das Großenhainer Konzert gelten. „Aber wenn es eine Kirche in Sachsen gibt, in der man den Mindestabstand einhalten kann, dann in der Marienkirche“, sagte Göbel.

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