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Musikgewordenes Weihnachtsgefühl in der Stadtkirche

Die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium setzt einen wirklichen Höhepunkt in Radebergs Kirchenmusikjahr.

Von Bernd Goldammer

Jauchzet! Frohlocket! Diese Worte aus Bachs herrlichem Weihnachtsoratorium scheinen wie gemacht für diese Aufführung am vergangenen Sonnabendabend in der Radeberger Stadtkirche! Radebergs Kantorei und Kurrende erheben sich zu einem gewaltigen Chor, und mit dem Gesang erschallen Trompeten, Pauken, Violinen, Querflöten, Oboen des Dresdner Kammerorchesters. Dieses musikgewordene christliche Weihnachtsgefühl steckt an – es hat Jahrhunderte hinter sich und geht den Menschen heute noch immer tief unter die Haut. Und selbst Johann Sebastian Bach hätte in der Radeberger Stadtkirche wohl seine helle Freude gehabt, wenn er die ersten drei Kantaten seines Weihnachtsoratoriums im voll besetzten Gotteshaus hätte hören können.

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Radebergs Stimmgewaltige aus Kantorei und Kurrende leisten wirklich Großes. Zum wiederholten Male! Und mit Benjamin Glaubitz (Tenor), Anja Zügner (Sopran), Elisabeth Auerbach (Alt) und Cornelius Uhle (Bass) haben die Veranstalter großartige solistische Stimmen verpflichten können. Gleiches gilt für die Musiker. 70 Minuten lang kann man die Faszination dieses einzigartigen Werkes in hunderten Gesichtern ablesen. Niemand bleibt unberührt. Zum Schluss tobt stürmischer Beifall. Kein Wunder, Radeberg hat sich erneut als großartiger Aufführungsort im Dresdner Umland erwiesen und dabei sein großes, eigenes Kultur-Potenzial erlebbar machen können. Diese Aufführung des Weihnachtsoratoriums wird in jedem Fall nicht so schnell vergessen werden.