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Freistaat gibt 20.000 Euro für Musikhelden

26 Kitas und Schulen im Landkreis haben das Projekt bislang mitgemacht. Auf der Suche nach Zukunfts-Sponsoren ist jetzt ein großer Coup gelungen.

Rund 500 Kinder aus über 25 Grundschulen und Kitas sind Musikhelden - und hatten Ende Mai im Zittauer Theater ihren großen Auftritt.
Rund 500 Kinder aus über 25 Grundschulen und Kitas sind Musikhelden - und hatten Ende Mai im Zittauer Theater ihren großen Auftritt. © Foto: Rafael Sampedro

Wie ein warmer Sommerregen fühlt sich die Nachricht an: 20.000 Euro erhält das Projekt Musikhelden von der Kreismusikschule Dreiländereck aus dem Mitmach-Fonds des Freistaates. Damit haben sich auf einen Schwung einige Sorgenfalten auf der Stirn der Musikhelden-Koordinatorin Christiane Fiessler geglättet. Seit Monaten wirbt Frau Fiessler mühsam um Einzelsponsoren im Süden des Landkreises. Dabei geht es doch um die in Kitas und Grundschulen sehr beliebte wöchentliche Musikstunde, die dabei hilft, Kindern den Spaß am Singen und ein Rhythmusgefühl zu vermitteln.

Trotz vieler Rückschläge hatte Christiane Fiessler aber jüngst auch immer wieder Erfolge zu verbuchen: Der Seifhennersdorfer Klavierbauer hat sich bereiterklärt, die Kosten für eine Grundschulgruppe im Ort für das nächste Schuljahr zu fördern. Etwa 1.200 Euro kostet es, etwa zehn Kindern dieses wichtige Extra zu verschaffen.

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Drei Jahre lang hatte die Schweizer Drosos-Stiftung mit ihren Geldern die drei Musikpädagogen und den Unterricht für insgesamt 26 Gruppen im ganzen Süden des Landkreises Görlitz finanziert. Eine Verlängerung gibt es nicht, nun sind Unterstützer aus der Region gefragt. Für das kommende Schuljahr sind noch nicht einmal die Hälfte der bisherigen 26 Gruppen gesichert, bilanzierte Frau Fiessler vor der Zusage der 20.000 Euro aus dem Mitmach-Fonds. Nun ist einiges leichter geworden. Ausgesorgt habe man aber deswegen noch nicht, betont auch Peter Hesse, Geschäftsführer der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH, zu der die Musikschule gehört. Sponsoren werden weiterhin gesucht.

Solche Sponsoren etwa wie die Awo. Als Träger von vier Kindertagesstätten, die bislang bei dem Projekt mitgemacht haben, zahlt einen Anteil für das Projekt dazu, der Rest wird in den Einrichtungen in Zittau, Jonsdorf, Großschönau und Ebersbach-Neugersdorf finanziert.

Ein Herz für die Musikhelden hat auch die just in den Ruhestand verabschiedete Zittauer Stadtentwicklungs-Chefin Birgit Kaiser. Zu ihrem Abschied wünschte sie sich statt Blumen Geld für die Musikhelden. Zusammen mit dem Sponsoring einer weiteren Firma ist es nun möglich, für zwei weitere Einrichtungen im Südkreis die Musikheldenstunden im kommenden Jahr zu bestreiten. Welche Einrichtungen das sein werden, steht allerdings noch nicht fest, da laufen die Abstimmungen.

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Komplett selbst übernehmen werden die Kosten für das Projekt jeweils die Evangelische Grundschule Löbau, die Fröbelschule in Olbersdorf und die Lisa-Tetzner-Schule in Zittau, freut sich Christiane Fiessler. Und auch die Stadt Neusalza-Spremberg hatte bereits eine Zusage zur Finanzierung des Projektes gegeben, allerdings muss hier noch geklärt werden, ob dies auch personell möglich ist.

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