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Musikschüler verblüffen das Publikum

Den Blockflöten sind mehr als Kinderlieder zu entlocken. Und auf der E-Gitarre kann nicht nur Carlos Santana klasse spielen.

Von Heike Stumpf

Fast 100 Minuten hat es gedauert, das diesjährige Frühjahrskonzert der Musikschule Döbeln in der Hauptfiliale der Sparkasse in Döbeln. Danach waren die meisten der schätzungsweise 130 Zuhörer gewiss der Meinung von Christa Michel, die dem Förderverein der Musikschule vorsteht. Sie sagte, auf diesen Abend völlig zutreffend: Musik wäscht den Staub des Alltags von der Seele.

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Dieses „Waschprogramm“ durften am Mittwoch 53 Musikschüler und 14 Lehrer mitgestalten. Eine ganze Menge mehr Musiker und Sänger hatten sich bei einem mehrstündigen Vorspiel empfohlen und wollten bei diesem Konzert dabei sein.

Das bot gleich mehrere Überraschungen. Die Zuhörer bekamen zu hören, wie sich Musik anhören kann. Nach einem Stück von Vivaldi weckte Schulleiterin Margot Berthold die Gäste aus ihren Frühlingsträumereien nahezu mit einem Paukenschlag. Den übernahm die Trommelgruppe. Die Jungs stellten auf Percussions eine schlaggewaltige Eigenkomposition vor. Ein weiterer Gegensatz dazu war das moderne Stück des Flötentrios, das schon beinahe rapartige Züge hatte. Den jungen Musikerinnen war anzumerken, wie viel Spaß sie an dieser außergewöhnlichen Präsentation hatten. Mitreißen konnten genauso der Chor mit „I  belive i can fly“ sowie die Schulband. Deren Sängerinnen gelang es, die kleineren Technikprobleme mit ihren Stimmen und Madonnas „Like a prayer“ vergessen zu machen.

Wie von Margot Berthold versprochen, bekamen die Zuschauer bis auf die Konzertgitarre alle Instrumentengruppen zu hören. Und nicht nur das. Viele Stücke stellten einige der besten Musikschüler Sachsens vor. Dazu gehörte der erst elfjährige Philipp Hoffmann, einer der Preisträger von „Jugend musiziert 2014“. Wer das wusste, wunderte sich nicht mehr über die Sicherheit und Klangfülle, mit der Philipp spielte. Von ihm selbst sah man nur den Haarschopf, als er am Klavier saß. Insgesamt zwölf Döbelner Musikschüler erreichten bei dem Wettbewerb erste und zweite Plätze in den Instrumentalwertungen.

Dass sich die Förderung der musikalischen Ausbildung lohnt, darin sah sich der Leiter des Vertriebsmanagements der Sparkasse Jürgen Kolbe bestätigt. Von ihm gab es einen Scheck in Höhe von 3 000 Euro. Bestimmt ist das Geld für den Kauf eines neuen Klaviers.