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Musikschule soll teurer werden

Damit das Angebot in vollem Umfang bestehen bleiben kann, müssen Eltern ab kommendem Jahr 20 Prozent mehr zahlen.

Von Kevin Schwarzbach
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Symbolfoto © dpa

Landkreis. Der Unterricht an den Musikschulen des Landkreises Meißen soll zu Beginn des Jahres 2020 teurer werden. Das zumindest sieht eine Beschlussvorlage für die nächste Sitzung des Kreistages Mitte Dezember vor. Laut Angaben der Landkreisverwaltung ist eine Anhebung der Musikschulgebühren zum Januar 2020 zwingend nötig, um das Unterrichtsangebot weiter abdecken zu können. Denn bereits dieses Jahr hätten die Musikschulen nicht mehr kostendeckend arbeiten können, aktuell rechnet die Landkreisverwaltung mit einem Defizit von etwa 130.000 Euro. Um solche Ergebnisse künftig zu vermeiden, sollen die Gebühren nun um 20 Prozent angehoben werden.

Für Eltern und Schüler im Landkreis Meißen bedeutet das Erhöhungen von bis zu sechs Euro pro Monat im Gruppen- und Ensembleunterricht und maximal 10,50 Euro pro Monat im Einzelunterricht. Beispielsweise kosten 45 Minuten Einzelunterricht dann pro Jahr 762 Euro statt 636 Euro. Die Gebühr für 90 Minuten Tanzunterricht erhöht sich von 369 Euro auf 444 Euro.

Die Musikschule des Landkreises Meißen finanziert sich aus mehreren Quellen. Hierzu gehören unter anderem Zuschüsse des Freistaates Sachsen für die Personalkosten. Außerdem gibt es Zuschüsse aus dem Haushalt des Landkreises und Zuschüsse aus den Städten und Gemeinden. Letztere wurden zuletzt von 94 Euro auf 105,60 Euro pro Jahr und Schüler angehoben. Nun sind auch die Musikschulgebühren dran, erstmals seit August 2016. Um weitere Erhöhungen zu vermeiden, wirbt der Beirat der Musikschule darum, dass sich der Landkreis Meißen bei der Landesregierung für eine Anhebung der Zuschüsse durch den Freistaat einsetzt. (SZ/ksh)