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Na endlich, wenn auch mit Stadthilfe

über die Aktion der Händler in West

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© Arvid Müller

Peter Redlich

Noch ist nichts verändert. Nichts an der rumpligen Straße, nichts am löchrigen Bürgersteig, nichts am maroden Bahnhofsgebäude. Doch Veränderung beginnt im Kopf. Man muss was wollen. Sich dafür zusammenschließen und auch deutlich sagen, dass man was will.

Genau das scheint jetzt in der Bahnhofstraße und drumherum in West zu passieren. Die Gewerbetreibenden sind unzufrieden. Im Jahresrhythmus wechseln Ladenbetreiber, stehen Läden gar leer. Die Öffnungszeiten sind uneinheitlich. Jeder schaut neidisch nach Ost, wo ein neues Stadtteilzentrum Kunden lockt. Jetzt will die Händlergemeinschaft in West ein Zeichen setzen. Einen Samstag nach Ostern ihre Schaufenster schmücken. Die Leute locken, nicht nur zum Einkaufen, auch zum Erleben.

Sicher, große Teile der Organisation hat das Kulturamt, hat Stadtgaleristin Karin Baum in die Hand genommen. Aber warum denn nicht? So kommen neue, pfiffige Ideen dazu, die nicht gleich die Welt kosten. Das passt genau zu dem, was die Stadt für West tun will. Gemeinsam mit dem neuen Bahnhofsbesitzer, Hauseigentümern und ihren Mietern den Stadtteil auf ein neues Niveau bringen.

Die Aktion am 11. April ist ein Anfang. Es braucht weitere, von allen gemeinsam auf die Beine gestellt.