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Nach Chemieunfall: Obstland lässt testen

Wer derzeit in Früchte des regionalen Erzeugers beißt, muss sich keine Sorgen machen. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen Vorsorge.

Der Wind dürfte die nach wie vor unbekannten Dämpfe am Freitag nicht in Richtung der Obstland-Plantagen in Leisnig geweht haben. Trotzdem lässt der Anbaubetrieb Proben nehmen und untersuchen.
Der Wind dürfte die nach wie vor unbekannten Dämpfe am Freitag nicht in Richtung der Obstland-Plantagen in Leisnig geweht haben. Trotzdem lässt der Anbaubetrieb Proben nehmen und untersuchen. © Symbolfoto: André Braun/Archiv

Leisnig. Gelb-orangefarbene Dämpfe zogen am Freitag über einem alten Betriebsgelände an der Weststraße auf. Weil deren Ursache immer noch nicht klar ist, gibt es weitere Sicherheitsvorkehrungen. 

So hat die Stadt Leisnig denjenigen, die in der Umgebung einen Klein- oder Hausgarten betreiben und dort Obst und Gemüse anbauen, davon abgeraten, das Geerntete zu essen.

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Doch wie sieht es mit den Obstland-Produkten aus? Einige wachsen auch in Leisniger Plantagen und werden in der Region verkauft. „Ware, die wir aktuell in den Hofläden und im Einzelhandel anbieten, ist vor Freitag gepflückt beziehungsweise in anderen Regionen geerntet worden“, teilt die Marketingverantwortliche der Obstland Dürrweitzschen AG Sandy Ronniger auf Anfrage mit. 

Auch Bauern warten auf erste Analyse-Ergebnisse

Weiter sagt sie: „Nach Prüfung der Windrichtung Nord-Nord-Ost sind unsere Plantagen am Freitag von der ,Wolke‘ auch nicht betroffen gewesen.“

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Mit dem Ergebnis der Analyse wird am Montag gerechnet. Dann steht fest, welche weiteren Schritte es geben muss.

Trotzdem warte das Unternehmen auf die Ergebnisse der Luftprobe, die die Analytische Task Force-Einheit des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz am Freitag in Leisnig genommen hat. Auch für den Obstproduzenten seien Angaben darüber wichtig, welche Stoffe ausgetreten und wie gefährlich die sind.

„Unabhängig von diesen Ergebnissen werden wir auf unseren Leisniger Plantagen Produktproben nehmen und diese untersuchen“, kündigt Sandy Ronniger an.

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