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Nach Erstkorrektur keine Hinweise auf Abi-Betrug

Landkreis. An den Gymnasien im Niederschlesischen Oberlausitzkreis gibt es bis jetzt keine Hinweise darauf, dass bei den Abiturprüfungen geschummelt wurde. Das erfuhr die SZ gestern auf Nachfrage in den...

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Landkreis. An den Gymnasien im Niederschlesischen Oberlausitzkreis gibt es bis jetzt keine Hinweise darauf, dass bei den Abiturprüfungen geschummelt wurde. Das erfuhr die SZ gestern auf Nachfrage in den Schulen, nachdem Verdachtsmomente an Chemnitzer und Dresdner Gymnasien öffentlich wurden (SZ vom 6. Juni, Seite 1).
"Die Arbeiten sind schon korrigiert, wir haben keinen Verdacht, dass etwas unrechtmäßig gelaufen ist", sagte Schulleiterin Helga Rießner vom Kreislichen Gymnasium in Weißwasser. Auch Andreas Kämpe vom Städtischen Gymnasium in Rothenburg erhielt nach den Erstkorrekturen von seinen Kollegen keine Hinweise auf Betrugsverdacht. "So etwas fällt auf alle Fälle auf", sagte der Stellvertretende Schulleiter der Rothenburger Einrichtung.
Im zuständigen Regionalschulamt Bautzen habe man bisher keine Unregelmäßigkeiten feststellen können, bestätigte gestern Pressesprecherin Regine Kunde. "Wir sind uns relativ sicher, zum Glück", kommentierte sie. Denn gänzlich ausschließen könne man solche Sachen nie. Doch seitens der Behörde habe man vorgebeugt: So gab es vor Beginn der Abiturprüfungen die strikte Anweisung, die versiegelten Tüten mit den Prüfungsunterlagen nicht eher zu öffnen.
Aufgrund des Betrugsverdachts an Dresdner Gymnasien seien jedoch auch die hiesigen Korrektoren zu besonderer Aufmerksamkeit aufgefordert worden, sagte Regine Kunde. Die Erstkorrekturen übernehmen Lehrer der jeweiligen Schule, die vorgeschriebene Zweitkorrektur Fachkollegen von außerhalb. Eine Drittkorrektur werde nur dann veranlasst, wenn große Diskrepanzen vorliegen, so Regine Kunde zum Verfahrensweg bei Prüfungsarbeiten. (SZ/Preuß/Gerhardt)