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Nach dem Regen kommt jetzt der Sommer

Trotz des Niederschlags war auch der vergangene Monat noch zu trocken. Wo es am meisten geregnet hat.

Noch prägen Wolken das Bild in Dresden. Auch die Elbe ist gestiegen. Doch in der kommenden Woche werden kaum noch Wolken zu sehen sein. Die Temperaturen steigen kräftig an.
Noch prägen Wolken das Bild in Dresden. Auch die Elbe ist gestiegen. Doch in der kommenden Woche werden kaum noch Wolken zu sehen sein. Die Temperaturen steigen kräftig an. © Foto: Sven Ellger

Dresden. Auch wenn er so manchem in den vergangenen Tagen die Gartenparty vermiest hat: Die Natur hat den Regen der vergangenen Wochen dringend gebraucht. War es im Frühjahr wochenlang zu trocken, so regnete es diesen Monat beispielsweise im Dresdner Lockwitztal bereits 14-mal, wie es die dortige Regenmessstation aufgezeichnet hat. Am Sonntag vor einer Woche fiel dort sogar so starker Regen, der statistisch gesehen nur alle zwei Jahre kommt. Gemessen wurden binnen 6,5 Stunden rund 14 Liter je Quadratmeter.

Der Regen hat auch die Elbe wieder ansteigen lassen, sodass sie am Sonntagnachmittag mit 2,6 Metern fast einen Meter über dem normalen Wasserstand liegt. Am vergangenen Montag stand der Pegel mit 1,25 Metern noch viel tiefer.

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Doch mit dem Regen ist es vorerst vorbei. Das Wetter wird jetzt völlig anders, kündigt Metereologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig an. Am Sonntag sind die Regenwolken langsam abgezogen, sodass es bis zu 23 Grad warm wird. Über die Woche soll es von Tag zu Tag wärmer werden. „Es kommt ein Hochdruckgebiet, das den Sommer bringt. Am Montag steigt die Temperatur auf 25 Grad, am Dienstag auf 27 Grad und am Mittwoch sind 30 Grad in Reichweite“, sagt der Metereologe. „Es wird eine freundliche sommerliche Woche.“

Zwar hatte es im Mai deutlich mehr geregnet als im extrem trockenen April. Doch der langjährige Durchschnitt für diesen Monat wurde dennoch nicht erreicht.
Zwar hatte es im Mai deutlich mehr geregnet als im extrem trockenen April. Doch der langjährige Durchschnitt für diesen Monat wurde dennoch nicht erreicht. © SZ Grafik

Über die freut sich auch Udo Zimmermann von der Stadtentwässerung. Auch wenn der Fachmann genau weiß, dass Dresden Regen bitter nötig hat. Denn er ist bei der Stadtentwässerung für die monatliche Auswertung der 19 Regenmessstationen zuständig, die den Niederschlag im Stadtgebiet seit 1996 genau erfassen. Sie werden Regenschreiber genannt. Obwohl es im Mai im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Monaten deutlich mehr geregnet hat, war es immer noch nicht genug. „Die Messwerte zeigen, dass die mittlere Niederschlagssumme aller Regenschreiber nur 80 Prozent des langjährigen Wertes des Deutschen Wetterdienstes (DWD) entspricht“, erklärt Zimmermann.

In diesem Jahr gab es nach zwei vorangegangenen trockenen Jahren in Dresden zwei Extreme. Im Februar fielen 87,3 Liter Niederschlag je Quadratmeter. Damit wurde die fünffache Menge gegenüber dem langjährigen DWD-Wert für diesen Monat gemessen. „Das war der höchste Wert seit Beginn unserer Aufzeichnung 1996“, so der Experte.

Völlig anders war es im April, als nur 6,4 Liter Regen je Quadratmeter gemessen wurden. Der langjährige Durchschnitt für den Monat liegt bei 47,3 Litern. Damit war der April der zweittrockenste Monat seit Beginn der Niederschlagsaufzeichnung durch die Stadtentwässerung. Nur im April 2007 war mit 1,2 Litern je Quadratmeter noch weniger Regen gefallen.

Die erfassten Werte an den einzelnen Dresdner Messstationen sind allerdings sehr unterschiedlich, wie auch der vergangene Monat zeigt. Am meisten hatte es im Mai in Obergorbitz (58 Liter/Quadratmeter), Klotzsche (54,1 Liter) und Hosterwitz (53,9 Liter) geregnet. Der wenigste Niederschlag wurde an den Messstationen Trachau (41,2 Liter), Coschütz (41,9 Liter) und Pieschen (42,2 Liter) aufgezeichnet. Am 23. Mai fiel im gesamten Stadtgebiet Regen. An diesem Tag gab es auch den meisten Niederschlag im Monat Mai.

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