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Nachspiel für Randale in Prohlis

Asylgegner hatten im Oktober ein Willkommensfest angegriffen. Nun laufen zehn Ermittlungsverfahren.

Es war der 9. Oktober, als die Flüchtlingshilfe Südost und die Linke zu „Prohlis miteinander“ einlud. Vor der damals noch geplanten Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Schule an der Boxberger Straße sollten Flüchtlinge und Anwohner ins Gespräch kommen. Doch rechte Schläger und Dynamo-Hools sprengten die Veranstaltung. Sie warfen Steine, zündeten Böller, attackierten Polizisten und einiges mehr.

Rund 240 Polizisten mussten für Ruhe sorgen und den Platz räumen. Von 52 potenziellen Randalierern nahm die Polizei die Personalien auf. Wenig später stellte der linke Landtagsabgeordnete André Schollbach Kleine Anfragen dazu bei der Staatsregierung. Die Antworten von Innenminister Markus Ulbig (CDU) wurden nun aktualisiert. Wurden zunächst lediglich fünf Ermittlungsverfahren gegen mögliche Täter eingeleitet, sind es mittlerweile zehn. So laufen vier Verfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, wie beispielsweise Hakenkreuzen. In drei Fällen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, ein Mal wegen Widerstand gegen Polizisten, ein Mal wegen Sachbeschädigung und auch wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Wie Ulbig mitteilt, laufen sämtliche Verfahren noch. (SZ/awe)

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