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Meißen

Nachspiel zu Löscheinsatz an Osterfeuer

Die Nossener Feuerwehr äußert sich jetzt zu einem Vorfall am Karfreitag, bei dem die Kameraden beschimpft wurden.

Feuerwehrleute beim Löschen eines überdimensionierten Osterfeuers am Karfreitag in der Nähe der Autobahn 4 bei Nossen.
Feuerwehrleute beim Löschen eines überdimensionierten Osterfeuers am Karfreitag in der Nähe der Autobahn 4 bei Nossen. © Freiwillige Feuerwehr Nossen

Nossen. 40 Kommentare haben sich bis Montagnachmittag unter einem Bericht angesammelt, den die Freiwillige Feuerwehr Nossen Ende vergangener Woche auf ihrer Facebookseite veröffentlicht hat. Demnach wurden bereits am Karfreitag die Wehren Nossen, Deutschenbora, Starbach Siebenlehn, und Marbach mit dem Einsatzstichwort Waldbrand in die Nähe der Autobahn 4 beordert.

 Bereits bei der Anfahrt waren aus großer Entfernung ein heller Feuerschein und starker Rauch sichtbar.

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Vor Ort fanden die Einsatzkräfte ein riesiges Osterfeuer vor. Es hatte eine Grundfläche von etwa zehnmal zehn Meter und die Flammen schlugen bis zu 15 Meter in die Höhe. Die enorme Hitzeentwicklung und der vorherrschende Wind aus Nordost führte dazu, dass die in unmittelbarer Nähe stehenden Bäume an ihren Ästen glimmten und das Unterholz anfing zu brennen. 

Eine Überprüfung der Temperatur der Brandgase mit einer Wärmebildkamera ergab einen Messwert von fast 500 Grad Celsius. Besucher versuchten bereits, die Ausbreitung des Feuers im Unterholz zu verhindern. 

Das Übergreifen auf die Baumgruppe stellte die Hauptgefahr dar und wurde sofort durch Ablöschen des Feuers in Angriff genommen. Um den großen Bedarf an Löschwasser sicherzustellen, fuhren die Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr. 

Bei der nachträglichen Kontrolle konnten Materialien festgestellt werden, die aufgrund geltender Verordnungen nicht hätten verbrannt werden dürfen. Dadurch erklären sich auch der starke dunkle Rauch und die daraus resultierende sehr große Hitzeentwicklung.

Eine weitere Erschwernis für die Einsatzkräfte stellten vereinzelte Beleidigungen vor Ort sowie Unverständnis der Beteiligten dar. „Auch im Nachgang sind Beschimpfungen gegenüber unseren Kameraden nicht gerechtfertigt“, verteidigt sich die Nossener Wehr. 

Selbst wenn ein Feuer angemeldet sei, dürften die Waldbrandgefahr und andere gesetzliche Vorgaben nicht ignoriert werden. (SZ/pa)