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Nachts künftig Beleuchtung reduziert

Die Energiekosten für die Straßenbeleuchtung müssen gesenkt werden. Das war in der Haushaltsdebatte für den 2003er Etat der Stolpener das erklärte Ziel der Räte. Insgesamt 6 500 Euro sollen in diesem Jahr eingespart werden.

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Von Ute Himmer

Die Energiekosten für die Straßenbeleuchtung müssen gesenkt werden. Das war in der Haushaltsdebatte für den 2003er Etat der Stolpener das erklärte Ziel der Räte. Insgesamt 6 500 Euro sollen in diesem Jahr eingespart werden.

Am Montagabend kontrollierten die Stadträte, was sie bisher schon erreicht haben. Die dafür von den Burgstädtern erarbeitete Konzeption konnte bisher nur zum Teil umgesetzt werden, resümierte Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). In voller Höhe werden die Einsparungen erst ab 2004 wirksam. Das hat verschiedene Ursachen. Denn die Kosten beispielsweise für das Umrüsten der Lampen von 5 880 Euro belasten zusätzlich den Haushalt. Aber auch fehlende Fördermittel für die Umstellung des Helmsdorfer Ortsnetzes von Quecksilber- auf Natriumdampflampen sind ein Grund. Bei dem ältesten Ortsnetz liegt immerhin der durchschnittliche Verbrauch pro Lampe bei 70 Euro im Jahr. Hier können nicht nur die Lampen ausgewechselt, sondern es muss das gesamte Netz erneuert werden.

Drei Wege hatten die Stolpener vorgesehen, um weniger Energiekosten für die Straßenbeleuchtung berappen zu müssen. Zum einen soll die Lichtstärke verringert werden. Das bedeutet, die Wattzahl der Lampen zu senken. Zum anderen werden die Leuchten von zwei auf eine Lampe umgestellt. Schließlich sollte die Beleuchtung für einige Stunden in der Nacht ganz ausgeschalten werden. Letzteres wird allerdings nur dann erfolgen, wenn das ohne Sicherheitsrisiko möglich ist, sagte Bürgermeister Uwe Steglich (FDP).

Praktiziert wird das beispielsweise bereits im Gewerbegebiet Bahnhofstraße. Dort werden in Abstimmung mit dem dort ansässigen Betrieb neun Lampen in der Zeit von 22 bis 5 Uhr abgeschaltet, sagte der Ratschef. Außerdem wurde bei 15 Lampen die Lichtstärke von 70 auf 50 Watt reduziert. Auch im Stadtzentrum ist die Lichtstärke bei 190 Lampen reduziert worden. Auf der Bahnhofstraße sind ebenso ab Gastronomiesysteme in Richtung Bahnhof Stolpen die Leuchten von zwei auf eine Energiesparlampe umgestellt worden.

Die noch offenen Vorhaben sollen nun, so schnell es möglich ist, abgearbeitet werden. Für Rennersdorf-Neudörfel ist im August der Auftrag erteilt worden, 30 Lampen an der alten Hauptstraße ähnlich wie in Helmsdorf umzubauen.