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Nachwuchsfußballer sind jetzt mobiler

Der Rothenburger Sportverein legt sich einen Kleinbus zu. Bei der Finanzierung helfen DDR- Kicker wie Hartmut Schade oder Matthias Döschner mit.

Kinder, Jugendliche und Trainer des 1. Rothenburger SV freuen sich über das neue Fahrzeug, mit dem der Transport der Nachwuchsteams künftig besser funktionieren soll.
Kinder, Jugendliche und Trainer des 1. Rothenburger SV freuen sich über das neue Fahrzeug, mit dem der Transport der Nachwuchsteams künftig besser funktionieren soll. ©  André Schulze

Die Freude ist den Kindern ins Gesicht geschrieben. Aber auch den Nachwuchstrainern und dem Vereinschef fällt ein Stein vom Herzen. „Der Transport der Mädchen und Jungs zu den Auswärtsspielen war immer ein großes Problem. Ohne das Engagement der Eltern hätten wir das nicht geschafft“, erinnert sich Maik Seifert an schwierige Zeiten. Die sollen nun zum Großteil der Vergangenheit angehören. Denn der 1. Rothenburger Sportverein profitiert vom Erlös des Fußballspiels zum Sommerfest des vergangenen Jahres, bei dem eine Traditionsmannschaft früherer DDR-Kicker auf dem Rasen des Sportplatzes an der Jahnstraße stand. „Wir hatten damals festgelegt, dass zehn Prozent des Gewinns in die Jugendarbeit fließen. Mit der Anschaffung des Busses haben wir das nun realisiert“, ist Seifert froh.

Wobei der rollende Vereinsbotschafter mit dem RSV-Logo und dem Aufdruck „Der Fußballclub in Rothenburg“ kein Neufahrzeug und über die Laufzeit mehrerer Jahre finanziert worden ist. „Wir müssen mit unseren Finanzen haushalten. Deshalb haben wir nach einem intakten Gebrauchten gesucht und ihn in einem Görlitzer Autohaus auch gefunden“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Zum Vereinsfest Ende Juni wurde der VW-Bus an seine künftigen Nutzer übergeben.

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Die Nachfrage innerhalb des Vereins ist so groß, dass ab der neuen Saison nach einem Einsatzplan gefahren wird. Dabei können an einem Wochenende schon mal 300 bis 400 Kilometer zusammenkommen, wenn alle etwa 70 Kinder mit ihren Mannschaften auswärts spielen. Immerhin sind die vier von der F- bis zur C-Jugend aktiven Nachwuchsteams in der Kreisliga aktiv und müssen bis Schleife, Zittau oder Boxberg und Klitten fahren. Die vergangene Spielzeit schlossen die Rothenburger Talente mit guten Erfolgen ab: Zwei Vizemeistertitel sowie ein dritter und siebter Platz sprangen in den jeweiligen Altersklassen heraus.

Mit der Anschaffung des Kleinbusses ist das dringendste Problem zwar gelöst. Doch möglichst zeitnah will man weitere Wünsche realisieren. Ein neuer Rasentraktor sei notwendig, meint Maik Seifert. Außerdem eine automatische Beregnungsanlage, die das Grün des Spielfeldes auch in hitzigen Zeiten frisch und bespielbar hält. Dafür müsste der Verein rund 8 000 Euro investieren. „Wir arbeiten daran. Aber hier ist sicher noch etwas Geduld gefragt.“

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