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Nachwuchsschreiber sind zu Gast bei der SZ

Friedersdorf/Eibau. Grundschüler gestalten in Arbeitsgemeinschaften eigene Zeitungen. Bei der SZ holten sie sich jetzt Tipps dafür.

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Von Romy Kühr

Eine ordentliche Portion Neugier – eine Grundvoraussetzung fürs Zeitungmachen – bringen die Friedersdorfer Grundschüler schon mit. Die Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung der Schule stattete diese Woche dem Oberlandbüro der SZ in Ebersbach einen Besuch ab. Hier wollten die Kinder erfahren, wie die Zeitung entsteht und wissen, was sie an ihrer eigenen Schülerzeitung noch verbessern könnten.

Das zweite Schuljahr gibt es das Projekt Schülerzeitung jetzt an der Grundschule. Einige der sieben „Redakteure“ waren schon im vorigen Jahr dabei, manche sind neu hinzugekommen. Lehrerin Claudia Weiler betreut die Arbeitsgemeinschaft. Pro Halbjahr erscheint ein Heft. Das wird dann an der Schule verkauft. „50Stück haben wir von der letzten Ausgabe verkauft“, berichten die Kinder. „Die Erwachsenen haben uns noch ein bisschen beim Verteilen geholfen.“

ZAF – Zeitung aus Friedersdorf heißt ihr Blatt. Das nächste Heft soll zum 50-jährigen Schuljubiläum im Juni fertig sein. Bis dahin heißt es noch viele Ideen sammeln für spannende Artikel. „Wir schreiben zum Beispiel über das, was in den Klassen gerade im Unterricht behandelt wird“, erzählen die Acht- bis Zehnjährigen. Aber auch Rätsel, Rezepte und Witze gibt es. Getippt werden die Beiträge am Computer. Es werden aber auch Bilder aufgeklebt und dann kopiert. Wenn alle Seiten ausgedruckt und kopiert sind, bekommt jeder eine Aufgabe beim Zusammenstellen der Zeitung. Einige müssen sie falten, andere aufpassen, dass die Seiten in der richtigen Reihenfolge sind.

Auch in der Eibauer „Redaktion“ der Schülerzeitung hat jeder seine feste Aufgabe. Das Blatt der Grundschule heißt hier „Tintenklecks“ und wird von fünf Mädchen gemacht. Betreut werden sie von Annelie Diesner vom Verein Kinderland Sachsen, der diese Arbeitsgemeinschaft anbietet. „Ich leere regelmäßig unseren Briefkasten“, erzählt zum Beispiel Anni. Hier können andere Schüler ihre Wünsche einwerfen, was sie gerne mal in der Zeitung lesen wollen. Emely ist für die Interviews zuständig. Für die letzte Ausgabe hat sie die Küchenfrau des Schulhorts ausgefragt. „Fotografieren lassen wollte sie sich aber nicht. Wir haben heimlich ein Bild von ihr geschossen“, verraten die Mädels. Für die nächste Ausgabe wird Schulleiterin Helga Berndt Rede und Antwort stehen.

Das nächste Heft soll im Mai erscheinen, zum Frühlingsfest der Eibauer Grundschule. Dann bauen die Mädchen einen Verkaufsstand auf und werden T-Shirts in leuchtendem Orange mit der Aufschrift Schülerzeitung Tintenklecks tragen. „Damit jeder weiß, dass wir zur Zeitung gehören.“ Durch ihre Arbeit bei der Schülerzeitung haben sich auch die schulischen Leistungen der Mädchen verbessert, vor allem in Deutsch. „Im Diktat habe ich jetzt immer null Fehler“, sagt Anni stolz. Die kleinen Schreiber gehen jetzt alle in die vierte Klasse und verlassen im Sommer die Grundschule. Deshalb braucht der „Tintenklecks“ Nachwuchs.

Auch in Neugersdorf und Oppach werden an den Grundschulen Schülerzeitungen herausgebracht. In Oppach wird sie in unregelmäßigen Abständen im Rahmen des Begabtenunterrichts erstellt. Diese Schüler schreiben auch Texte für das Amtsblatt der Gemeinde. In Neugersdorf gibt es am Fichte-Grundschulzentrum eine Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung.