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Nachzahlungen in Klipphausen sind Ärgernis

Der Gemeinderat fordert bessere Planung und Information bei Vorhaben.

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Klipphausener Gemeinderäte waren auf der Sitzung am Donnerstagabend verärgert über beträchtliche Nachzahlungen bei Planvorhaben. Insgesamt über 200000Euro müssen jetzt zumeist aus der Finanzrücklage der Gemeinde genommen werden. „Es ist zwar einleuchtend, dass mitunter überplanmäßige Ausgaben entstehen, weil zusätzliche Leistungen erbracht werden oder auch negative Überraschungen beim Bauablauf auftreten, aber in einer solchen Größenordnung ist das nicht zu akzeptieren“, sagte ein Rat. Gefordert wurde deshalb, dass durch eine exakte Ausschreibung sowie Kontrolle der Unternehmen durch das Planungsbüro mehr Einfluss genommen wird auf die Kosten. „Wir wollen auch rechtzeitig informiert werden, wenn Abweichungen drohen und nicht erst, wenn die Mehrkosten schon entstanden sind“, so ein Rat.

So stellte zum Beispiel das Unternehmen Wolff und Müller beim Bau von Abwassertrassen und der Regenentwässerung in Weistropp 66000Euro mehr in Rechnung. Begründet wurde das u.a. mit zusätzlichem Aufwand durch verstärktes Grundwasser am Dorfplatz, durch instabilen Baugrund und durch Umverlegen von Leitungen, die nicht verzeichnet waren.

Bei der Erschließung von Riemsdorf in den Bereichen Abwasser und Straßenbau ergaben sich Mehrkosten von 60000Euro. Neben zusätzlichen Leistungen wurden hier auch Planänderungen vorgenommen, die das Gesamtvorhaben verteuerten. So entstand noch ein Weg von der S177 zur Bushaltestelle, ein Teich wurde beräumt, Leitplanken aufgebaut und eine nicht geplante Stützwand sowie ein Trinkwasseranschluss geschaffen.

Für den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Scharfenberg mussten insgesamt 90000 Euro mehr berappt werden. Dieter Hanke