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Sachsen

Nächste Woche Sahara-Hitze in Sachsen

Mai und Juni waren dieses Jahr wieder zu trocken. Nächste Woche wird es mit Temperaturen gefühlt über 38 Grad noch heißer.

Nächste Woche wird es unangenehm heiß in Sachsen.
Nächste Woche wird es unangenehm heiß in Sachsen. © Ronald Bonß

Dresden/Leipzig. Pünktlich zum Sommeranfang rollt auf Deutschland eine Hitzewelle mit gefühlt über 38 Grad zu. Das Hoch „Ulla“ setze sich durch und werde knapp eine Woche lang keine Niederschläge, vor allem aber auch große Hitze bringen, sagt Meteorologe Florian Engelmann in Leipzig. „Nächste Woche wird es heiß bis verrückt.“ Es seien Temperaturen jenseits der 35 Grad möglich. „Das wird eine schöne Backofen-Hitze geben.“

Nachdem der Osten Deutschlands dieses Jahr bereits zweimal von kleineren Hitzewellen betroffen war, deutet sich für die kommende Woche die erste bundesweite Hitzewelle an, teilt der Deutsche Wetterdienst mit. Schon am Sonntag wird es mit bis zu 30 Grad Celsius wieder heiß. „In den folgenden Tagen baut sich die Hitze nach und nach von Westen her auf und erreicht gegen Mitte der Woche ihren voraussichtlichen Höhepunkt.“

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Ab Montag könnte es die ersten Hitzewarnungen für den Südwesten Deutschlands geben. Mitte der Woche seien dann wohl große Teile des Bundesgebietes betroffen – mit Ausnahme der nördlichsten Landesteile. „Besonders im Westen und Südwesten wird es richtig heiß“, sagten die Meteorologen. Für die zweite Wochenhälfte sind die Vorhersagen mit Unsicherheiten behaftet. „Nach aktuellem Stand könnte sich die Hitze aber im Süden bis ins letzte Juni-Wochenende hinein halten.“

Dass nach den Gewittern, die örtlich auch Starkregen brachten, wieder Hitze und Trockenheit folgen, sei für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eigentlich keine gute Nachricht, sagt Meteorologe Florian Engelmann. Das Niederschlagsdefizit aus dem Dürre-Jahr 2018 sei noch nicht ausgeglichen, und auch der Mai und Juni seien wieder zu trocken gewesen.

Im vergangenen Jahr fielen in Deutschland nur rund 60 Prozent der sonst üblichen Niederschläge. Vor allem die Monate April bis November waren außergewöhnlich trocken. Eine Trockenheit wie im Jahr 2018 werde aber kein Einzelereignis bleiben, so die Experten. Klimaprognosen für Deutschland und ebenso die regionalen Modelle für Sachsen gehen davon aus, dass trockene Zeiten zunehmen.

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Die Leipziger Stadtreinigung hat daher die Bürger zum Gießen der Straßenbäume aufgerufen. Das sei derzeit wichtig, damit es grün bleibe, teilte die Stadtreinigung mit. Selbst drei Tage Regen würden an dem Defizit aus dem Dürre-Sommer nichts ändern. Es wird empfohlen, die Bäume wiederholt, in größeren Mengen und über einen längeren Zeitraum zu gießen. Die Stadtreinigung wolle außerdem zusätzliche Maschinen und Gießtechnik anschaffen, um Parks und Wiesen trotz Trockenheit in Schuss zu halten. Dazu werden rund 300.000 Euro investiert, die für den Winterdienst nicht verbraucht wurden. (SZ/dpa)

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