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Uni-Außenstelle in Radeberg?

Die Idee geistert immer mal wieder durch die Bierstadt. Nun macht sich Hoffnung auf neue Sichten durch Sachsens neue Hochschul-Ministerin breit.

© Willem Darrelmann

Von Jens Fritzsche

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Manchmal ist es in Radeberg wie in diesem Film mit dem Murmeltier, das täglich grüßt. Ein Mann erlebt in diesem Film jeden Tag dasselbe.

So ein bisschen ist es in Radeberg mit der Idee einer Außenstelle der Dresdner Uni, die sich in der Bierstadt ansiedeln könnte. Eine Außenstelle, die sich mit Lebensmittel- und Biotechnologie befasst – und die ganz massiv von der unmittelbaren Nähe zu den zahlreichen Radeberger Unternehmen profitieren könnte, die hier zu finden sind.

Diese Idee jedenfalls geistert – wenn auch nicht täglich – zumindest regelmäßig durch Radeberg. Und immer dann kommt auch das morsche Eschebach-Areal direkt am Bahnhof ins Spiel. Das wäre, so heißt es dann, nämlich ein nahezu perfekter Platz für eine solche Ansiedlung. Denn die Studenten, so die Idee, könnten durch die bestens funktionierende Zuganbindung an die Landeshauptstadt innerhalb von knapp zehn Minuten von ihrem Uni-Außenstellen-Campus direkt ins Dresdner Stadtzentrum gelangen. Eine Nähe, die Radeberg vielleicht auch als Ort für studentisches Wohnen zunehmend interessant machen könnte. Denn hier könnten dann – ebenfalls auf dem Eschebach-Areal – Studentenwohnheime entstehen. Das wiederum wäre gut für Radebergs Kneipenlandschaft und Innenstadthandel …

Neuer Schwung in der Debatte?

Aber es schwingt bei all diesen Ideen eben auch ganz viel Konjunktiv mit: könnte und wäre … Aber wird es auch? Die Hoffnung ist jedenfalls dieser Tage ein Stück größer als sonst. Grund: Im für Hochschulen zuständigen Ministerium in Dresden sitzt seit Kurzem bekanntlich eine neue Ministerin. Eva-Maria Stange von der SPD – und sie war bereits in den vergangenen Jahren regelmäßig bei Veranstaltungen der SPD in Radeberg zu Gast, hat zudem ein gut funktionierendes Verhältnis zu Radebergs OB Gerhard Lemm, der ja bekanntermaßen ebenfalls in der SPD ist. Bringt die neue Ministerin nun auch neuen Schwung in die Debatte um eine mögliche Uni-Außenstelle für Radeberg?

Ministerium winkt ab

„Es hat sich am Fakt aber trotz neuer Ministerin nichts geändert, dass die Universität Dresden zunächst am Standort Dresden wachsen soll und dafür bestehende Altgebäude vor Ort genutzt werden – und derzeit keine neuen Außenstellen außerhalb geplant sind“, sagt Andreas Friedrich, Sprecher im Sächsischen Wissenschaftsministerium. Und er verweist zudem darauf, dass es zunächst auch Sache der Universität selbst sei, solche Belange zu entscheiden. An der Uni jedenfalls gibt es im Moment keine solchen Außenstellen-Absichten. Radeberg wird also vorerst wohl keinen Campus bekommen. Was aber nicht heißt, dass Radeberg nicht doch zumindest als Ort für studentisches Wohnen interessant werden könnte …

Aber mit dem Thema Universitäts-Campus für Radeberg wird es wohl trotzdem auch künftig so sein wie in diesem eingangs erwähnten Film mit dem Murmeltier. Die Idee wird in der Bierstadt weiter regelmäßig grüßen …

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