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Nächster Block verschwindet

Noch in diesem Jahr fällt der zweite Block im Neustädter Neubaugebiet. Nach der Friedrich-Engels-Straße 55 bis 59 ist nun die 36 bis 46 an der Reihe. Am 25. September soll mit der Entkernung begonnen werden, am 6. Oktober mit dem Abriss.

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Von Heike Sabel

Noch in diesem Jahr fällt der zweite Block im Neustädter Neubaugebiet. Nach der Friedrich-Engels-Straße 55 bis 59 ist nun die 36 bis 46 an der Reihe. Am 25. September soll mit der Entkernung begonnen werden, am 6. Oktober mit dem Abriss. Ende November wird auch dieses Haus von der Bildfläche verschwunden sein. So sieht es der Zeitplan vor, erklärt Genossenschaftschef Bernd Hartig. Auch die Schnäppchenjäger können sich schon wieder freuen. Fenster, Heizkörper, Türen, Armaturen, Schaltkästen – „Es gibt nichts, wofür es keine Nachfrage gibt“, sagt Hartig.

Von den 60 Wohnungen dieses Blockes waren zuletzt noch weniger als die Hälfte bewohnt. Die meisten seien auch nach dem Umzug der Genossenschaft treu geblieben, sagt Hartig. Bis Mitte September werden alle ihre neue Wohnung haben. Derzeit werden einige von ihnen noch nach den Wünschen der Genossenschafter renoviert.

Weitere Abriss-Kandidaten will Hartig nicht nennen. „Ich wehre mich gegen einen reinen Abriss.“ Er favorisiert für die Zukunft eher den Rückbau von Etagen, so wie er unter anderem in Heidenau praktiziert wird. Doch der ist derzeit für die Neustädter Genossenschaft einfach zu teuer. Etwa vier Mal so hoch sind die Kosten pro Quadratmeter für den Rückbau gegenüber dem Abriss. Zudem wird derzeit nur letzterer gefördert. „Und wir können nicht in die eigene Tasche greifen, um das zu finanzieren“, rechnet Hartig vor.

Zudem entwickele sich der Leerstand nun mehr in die Breite. Das heißt, es gibt nicht mehr nur einige wenige Blocks, auf die er sich konzentriert. Außerdem stehen mehr und mehr die oberen Etagen leer, so dass sich der Rückbau hier auch aus diesem Grund anbiete. Ein weiterer Grund ist die damit mögliche Auflockerung des Gebietes, wodurch es an Attraktivität gewinnen könnte. Alles Argumente, mit denen Hartig versucht Verbündete zu finden. So sei er bereits mit der Stadt im Gespräch, um die nächsten Schritte zu aktualisieren. „Das Entscheidende aber ist und bleibt die Finanzierung.“ Hartig hofft, dass es innerhalb des Stadtumbau Ost-Programmes da in absehbarer Zeit eine Modifizierung gibt.

Auf der Fläche, wo einst die Friedrich-Engels-Straße 55 bis 59 stand, wächst inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Sache. Eine Bepflanzung und Gestaltung ist vorgesehen.