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Nächster Neustart für den Stern

Der Flachbau in Prohlis gilt als Kultbau des Stadtteils. Trotzdem kann sich kaum ein Betreiber lange halten. Ein neuer Versuch.

© André Wirsig

Von Annechristin Bonß

Pizza und Pasta im gemütlichen italienischen Restaurant – das hat es im Prohliser Stern nur ein halbes Jahr lang gegeben. Wieder sind die Türen geschlossen. Wieder bleiben Passanten stehen und gucken neugierig durch die Scheiben. Wieder wird der Stern umgebaut und bekommt ein neues Angebot.

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Der erste Teil davon ist seit einer Woche geöffnet. In dem Imbiss gibt es Döner, Pizza, Pasta und Schnitzel. Betreiber Omar Azizi steht sieben Tage in der Woche hinter dem Tresen vom Antalya. Er hat auch das italienische Restaurant geführt. „Die Laufkundschaft am Imbiss bringt einfach mehr Umsatz“, sagt er. Dafür hat er einen kleinen Teil vom Stern abgetrennt. Eine neue Theke in knalligem Rot steht jetzt darin. Davor hat der 41-Jährige Tische, Stühle und Sonnenschirme aufgestellt. Die große Fläche nebenan will er nicht leer stehen lassen. In spätestens zwei Wochen soll hier eine neue Shisha-Bar samt Tanzlokal öffnen. Weiße Sofas, silberne Discokugeln und eine lange Theke aus dunklem Holz gehören zur Ausstattung. Omar Azizi wartet noch auf die Werbung, die außen an die Scheiben geklebt werden soll. Dann kann es losgehen. Dienstag bis Sonntag ab 17 Uhr ist geöffnet. Am Wochenende soll es Bauchtanz und Tanzabende für Erwachsene und Senioren geben. Die Bar soll kein neuer Treff für Jugendliche werden. Ein Teil der Fläche bleibt weiterhin Restaurant – nur mit deutscher und indischer Küche. Zu späterer Stunde werden in der Bar die Shishas geraucht. Diese Tradition erinnert Omar Azizi an seine Heimat Syrien.

Der Prohliser Stern hat schon viele neue Konzepte erlebt. Vor der Wende war die Gaststätte mit ihren Klubräumen Kult im Viertel. Danach hatten es viele Betreiber schwer. Lange standen die Räume auch leer. Vor dem italienischen Restaurant öffnete hier eine Karaokebar. Auch die scheiterte nach wenigen Monaten. Viele Anwohner beschwerten sich wegen des Lärms bis tief in die Nacht hinein.

Das soll jetzt anders werden. Omar Azizi will in der Woche bis 23 Uhr und am Wochenende bis 2 Uhr öffnen. Laute Diskoklänge wird es nicht geben. „Die Prohliser sollen sich hier treffen, zu Tanz, Gesprächen, gemütlichen Stunden“, sagt er. Und wer will, bekommt auch einen Döner aus dem Imbiss nebenan serviert.