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Nächstes Mal lieber zur Grüngutannahme

über den Streit zu den Gartenfeuern

Annett Kschieschan

Wer zahlt schon gern eine Strafe? Niemand. Und am allerwenigsten, wenn man sich eigentlich im Recht glaubt. So ging es den Kleingärtnern im Elstraer Raum, die jetzt wegen ihrer Gartenfeuer ermahnt beziehungsweise zur Kasse gebeten wurden. Dabei gehört das Verbrennen von Gartenabfällen für viele Grundstückseigentümer zur Frühlingsroutine am heimischen Beet. Dumm nur, dass das eben verboten ist. Und wer Verbotenes tut, muss – wenn er erwischt wird – die Konsequenzen tragen. Dagegen kann man wenig sagen. Im Kamenzer Land sorgt das Thema derzeit trotzdem für allerhand Aufregung. Das Verbot – so heißt es nicht nur bei Privatleuten, sondern auch aus Amtsstuben – sei vielen Leuten schlicht nicht bekannt. Wer schaue denn schon ins Amtsblatt und wer auf die Homepage der Kreisverwaltung? Fakt ist aber: die Informationen sind öffentlich zugänglich. Fakt ist auch: Unwissenheit hat noch nie vor Strafe geschützt. Auf beiden Argumenten könnte sich die Kreisverwaltung ausruhen. Dass sie das nicht tut, sondern künftig noch offensiver über die Regeln zum Verbrennen von Gartenabfällen informieren will, sollte man der Behörde hoch anrechnen. Und den Unrat aus Wiese und Beet vielleicht nächstes Mal lieber zum Grüngutplatz oder auf den Kompost bringen.

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