SZ +
Merken

„Nägel mit Köpfen“

Die Hohendubrauer Abgeordneten loben dasEngagement des GroßRadischer Jugendclubs.

Teilen
Folgen

Von Bernhard Donke

„Hier kann man sehen, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden“, sagt die Hohendubrauer Abgeordnete Annett Krenz. Sie und der überwiegende Teil der Parlamentarier schauten sich vor Beginn der Ratssitzung am Montag das benachbarte Gebäude des Groß Radischer Jugendclubs an.

Geld wird nicht in Sand gesetzt

Etwas ungewöhnlich, aber aufschlussreich für die Räte. Denn sie konnten sich so vor Ort einen Überblick über den Fortgang der Umbauarbeiten am Clubgebäude verschaffen und davon überzeugen, dass Geld nicht in den Sand gesetzt wird. Immerhin sind auch von ihnen genehmigte kommunale Gelder in dieses Projekt geflossen.

Über Jahre gewachsen

Gemeinderätin Annett Krenz ist des Lobes voll für die Groß Radischer Jugendlichen: „Ich würde mir wünschen, dass sich das auch so beim Gebelziger Jugendclub entwickelt. Die ersten positiven Zeichen dafür haben die Gebelziger Jugendlichen ja schon gesetzt.“ Dem pflichtet Lothar Wehle bei: „In Groß Radisch spürt man, dass etwas über Jahre hinaus gewachsen ist. Die Jugendlichen halten und achten auf Sauberkeit und Ordnung. Und wenn man bedenkt, dass ein großer Teil der Arbeiten von ihnen in Eigeninitiative ausgeführt wurden, dann spricht das für ihr Engagement.“

Dabei war Jugendarbeit als Hauptpunkt bei der Gemeinderatssitzung eigentlich gar nicht angesagt. Doch nach dieser Besichtigung konnte und wollten die Abgeordneten das Thema nicht einfach ad acta legen. Denn nach wie vor gibt es das Problem Jugendarbeit insbesondere in Gebelzig.

Während sich dort der Jugendclub im „Alten Feuerwehrgerätehaus“ langsam stabilisiert und sich eine überschaubare Jugendarbeit entwickelt, ist man sich über die Entwicklung der zweiten Jugendgruppe – den sogenannten Wohnwagenkids – mehr oder weniger im Ungewissen.

Eltern in der Pflicht

Ihr Domizil, ein Wohnwagen, musste ja bekanntlich seinen Standplatz im Gebelziger Park räumen (SZ berichtete). Untergebracht ist er auf einem privaten Grundstück in Thräna. Somit hat die Gemeindeverwaltung darauf keinen Einfluss mehr. Hier sind nun die Eltern der Jugendlichen mehr oder weniger gefragt, Verantwortung zu übernehmen, sagt Bürgermeister Hans-Hermann Zschieschank.