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Nahe Hilfe trotz Abstand

Obwohl das Haus Bethesda derzeit für den Besucherverkehr geschlossen ist, gibt es Möglichkeiten die nötige Hilfe anzubieten.

Die Teamleiterin der Selbsthilfe Kontaktstelle Jacqueline Bramborg zeigt die App Mammut. Dort ist zum Beispiel der Austausch innerhalb von Selbsthilfegruppen möglich und bietet einen geschützten Raum an.
Die Teamleiterin der Selbsthilfe Kontaktstelle Jacqueline Bramborg zeigt die App Mammut. Dort ist zum Beispiel der Austausch innerhalb von Selbsthilfegruppen möglich und bietet einen geschützten Raum an. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Um die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, dürfen sich derzeit Menschen kaum noch begegnen. Deshalb finden seit dem 17. März auch im Haus Bethesda der Diakonie St. Martin in der Schulstraße keine Treffen von Selbsthilfegruppen mehr statt. Diese Gruppen können und sollen aber weiter eine Plattform des Erfahrungsaustausches und Kontakts für kranke, einsame oder trauernde Menschen sein. Das geht zurzeit nur noch per Telefon oder per Internet.

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Trotz Entfernung in Verbindung

Sandra Schlenkrich und die Selbsthilfegruppe „Kügelchen“ aus Kamenz, die seit Januar als einzige im Landkreis unter Adipositas leidende Personen aufnimmt, setzt von Beginn an nicht nur auf ihre Zusammenkünfte, denn die circa zehn Mitglieder leben in der ganzen Westlausitz verteilt. Sie telefonieren, schreiben sich Mails und hatten eine WhatsApp-Gruppe. Diese bietet aber nicht die geschützte Atmosphäre eines Gruppentreffens, in der sich leichter über Tücken des Abnehmens, den konventionellen Weg zum Wunschgewicht, eine dabei helfende Magenoperation oder den richtigen Sport und schmackhaftes gesundes Essen reden lässt, sagte Sandra Schlenkrich. Damit während der Corona-Krise der entstandene intensive Austausch der Teilnehmer nicht abbricht, wechselt die Selbsthilfegruppe jetzt zur App Mammut. „Diese bietet den geschützten Raum und persönliche Daten werden nicht kommerziell verwendet“, erklärt die Teamleiterin der Selbsthilfe Kontaktstelle (SKS) Hoyerswerda, Jacqueline Bramborg.

Eine App als Schutzraum

Die seit Sommer 2019 verfügbare App Mammut, ihre Vorteile, die Registrierung der Nutzer und die Handhabung werden jetzt anfragenden Selbsthilfegruppen per Mail oder telefonisch erklärt. Das Programm wurde von der AOK PLUS, dem Sozialen Netzwerk Lausitz und der Senftenberger Firma time4innovation entwickelt.Die Mitarbeiter im Haus Bethesda haben durch die Corona-Krise in ihren Büros kaum noch Besucherverkehr. Persönliche Beratungen finden im äußersten Notfall trotzdem statt, die Person darf aber keine Erkältungssymptome zeigen, sagte Jacqueline Bramborg. SKS-Mitarbeiter sind von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 15 Uhr telefonisch unter 03571/408365 erreichbar und beantworten E-Mails von Menschen, die zumeist etwas zur Arbeit einer SHG erfragen.

Download unter: https://apk.center/de.time4innovation.mammut.html

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