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Napoleonhaus steht sicher

Das Gebäude kann nicht mehr einstürzen. Ganz dicht ist es aber noch nicht.

Von Frank Korn

Nach einigen Schwierigkeiten geht es bei der Sanierung des Napoleonhauses in Waldheim weiter voran. Im vergangenen Jahr waren die Arbeiten besonders durch das Juni-Hochwasser behindert worden (DA berichtete).

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Bei der Jahresversammlung des Fördervereins Napoleon-Haus Waldheim berichtete Dirk Becker vom zuständigen Planungsbüro. Für die Sicherung des Giebels zur Wassergasse wurden Anker gesetzt. Im Erdgeschoss wurden massive Bodenplatten gegossen, welche tiefgründig im Untergrund verankert sind. Ein Auftrieb durch mögliche Hochwasser wird somit verhindert. Das Mauerwerk des Hauses wurde gegen aufsteigende Feuchtigkeit gesichert. Aufgrund des Befalls mit Hausschwamm wurden die Holzdecken entfernt und Stahlbetondecken eingezogen. „Das Haus gewinnt so an Stabilität und es werden Probleme des Brandschutzes gelöst“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Tim Fechner. In den Grundmauern sei das Haus stabil, einstürzen könne es nicht. In der vergangenen Woche wurde mit der Sanierung des Dachstuhls begonnen. Wenn die abgeschlossen ist, kann das Dach dichtgemacht werden.

Die Kosten für die Sanierung wurden mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt. „Dieser Rahmen wird auch entgegen anderslautenden Meldungen eingehalten“, sagte Fechner. Durch den Befall mit Hausschwamm sei es zwar zu Verschiebungen bei den Kosten gekommen, doch durch den Einzug der Stahlbetondecken sei die aufwendige und kostenintensive Sanierung der Holzkonstruktionen hinfällig geworden.

Der Förderverein selbst steht ebenfalls auf sicheren Füßen. „Für einen kleinen Verein wie unseren ist es nicht leicht, auf sich aufmerksam zu machen oder im Gespräch zu bleiben. Im Jahr 2013 war ein Zutun von unserer Seite kaum nötig“, sagte Fechner. Das lag zum großen Teil am 200. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig. Aus diesem Anlass schienen in Sachsen die Aktivitäten und Veranstaltungen zu diesem Ereignis überzuquellen. „Eine Verbindung zu unserem Haus wurde schon zwangsläufig über unseren Vereinsnamen hergestellt.“ So war die Lesung mit Sabine Ebert zu ihrem Roman „1813 Kriegsfeuer“ als Höhepunkt anzusehen. Weitere Aktivitäten waren das Rockfestival „Jugend rockt Waldheim“ zugunsten des Fördervereins und der Vortrag von Korporal Stange alias Bert Lochmann zur Völkerschlacht.

Mut macht den Vereinsmitgliedern auch das Konzept zur Nutzung des Napoleonhauses, das die Leiterin des Kulturzentrums, Katja Treppschuh, bei der Stadtratssitzung im März vorgestellt hat (DA berichtete). Nach diesen Plänen soll die Touristinformation, die Sammlung von Georg Kolbe und ein Museum zur Stadtgeschichte ins Napoleonhaus einziehen. „Von diesem Konzept sind wir überzeugt“, so Fechner.