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Nasa stoppt die Kooperation mit Russland

Houston/Moskau. Die Krim-Krise hat nun auch die internationale Raumfahrt erreicht. Die US-Raumfahrtagentur Nasa stoppte weitgehend ihre Zusammenarbeit mit Russland. Bei dem wichtigsten Kooperationsprojekt,...

Houston/Moskau. Die Krim-Krise hat nun auch die internationale Raumfahrt erreicht. Die US-Raumfahrtagentur Nasa stoppte weitgehend ihre Zusammenarbeit mit Russland. Bei dem wichtigsten Kooperationsprojekt, dem Betrieb der Internationalen Raumstation ISS, soll es jedoch keine Abstriche geben, teilte die Nasa mit. Russland reagierte deshalb in einer ersten Stellungnahme gelassen. Außer der ISS gebe es überhaupt keine Zusammenarbeit mit den USA auf Staatsebene, teilte Vizepremier Dmitri Rogosin gestern per Twitter mit.

Die USA sind nach dem Ende ihres Shuttle-Programms auf russische Sojus-Kapseln für den Transport von Astronauten zur ISS angewiesen. Pro Reise zahlt die Nasa umgerechnet 50 Millionen Euro. Derzeit arbeiten zwei US-Amerikaner auf der ISS. Der Nasa-Astronaut Reid Wiseman soll Ende Mai in den Kosmos starten, mit dem Deutschen Alexander Gerst und dem Russen Maxim Surajew. Die Mission sei nicht gefährdet von dem Streit, hieß es zuletzt.

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Der US-Tageszeitung „New York Times“ zufolge dürften Nasa-Mitarbeiter nicht mehr nach Russland reisen und Vertreter der russischen Regierung keine Nasa-Einrichtungen mehr besuchen.

Unterdessen hat Russland den Gaspreis für die Ukraine erneut deutlich auf 485,5 US-Dollar (rund 352 Euro) für 1 000 Kubikmeter erhöht. Der Preis gelte bereits ab April, sagte Alexej Miller, Chef des Staatskonzerns Gazprom. Erst am Dienstag war der Preis wegen Kiews Milliardenschulden um fast 44 Prozent auf 385,5 Dollar angehoben worden. (dpa)