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Nationalpark Tharandter Wald?

Gestern war der 1.April. Nicht nur die SZ hat aus dem Anlass versucht, die Leute zu veräppeln.

Eine Samenbank in der alten Lederfabrik? Klingt unglaubwürdig? Ist es auch. Mit der kleinen Episode in unserer gestrigen Ausgabe wollten wir Sie, liebe Leser, einfach nur in den April schicken. Das haben Sie sicher gleich gemerkt – auch wenn der Aprilscherz einen ernsten Hintergrund hatte. Denn dass die Stadt die Fabrik nach Jahren des Leerstands erst kürzlich gekauft hat, ist durchaus korrekt. Auch, dass man nun untersucht, wie das Haus saniert und hier die Kultur- und Kreativwirtschaft angesiedelt werden kann.

Mit den Aprilscherzen war die SZ gestern nicht allein. So meldete sich eine Interessengemeinschaft „Naturgemäße Umwelt & Nachhaltigkeit“ (IG NUN). Diese habe die Initiative zur Gründung des „Nationalparks Tharandter Wald“ ergriffen. Nach der erfolgreichen Gründung des Nationalparks Nordschwarzwald in Baden-Württemberg und zahlreichen weiteren Gründungsinitiativen in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Bayern werde es nun Zeit, auch in Sachsen neue Flächen, auf denen sich Natur ungestört entwickeln kann, auszuweisen. Der Freistaat als die Wiege der Nachhaltigkeit und besonders Tharandt stünde in einer besonderen Verantwortung, was schließlich die Entscheidung für den circa 6 000 Hektar großen Tharandter Wald als Naturraum für einen zweiten Nationalpark in Sachsen begründe, hieß es. Die Infoveranstaltung am 15. April, auf der man öffentlich über das Vorhaben informieren wollte, wird es nun aber nicht geben. Der Initiator, Johannes Radtke, räumte den Scherz am Telefon ein. Mit der Aktion wollte der Tharandter Student die Forstszene erheitern. „Die Idee kam uns spontan beim Wandern im Forstgarten“, sagt er. Und da die Geschichte einen ernsten Hintergrund gibt, sei es eine gute Gelegenheit gewesen, die Leute mit dem Thema zu konfrontieren. (SZ/wei)

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Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
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