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Natur-Erlebnis in der Heide

Die Schutzgebiets-Verwaltung mischt jetzt im Heidebogen mit und plant einen neuen Besucherpfad bei Schwepnitz.

Von Annett Kschieschan

Über 975 Quadratkilometer streckt sich der Dresdner Heidebogen über den östlichen Teil des Landkreises Meißen und den westlichen Teil des Landkreises Bautzen. Mittendrin liegt die Königsbrücker Heide. Mit beachtlichen 70 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Sachsens. Klar, dass Heidebogen-Management und NSG-Verwaltung zusammenarbeiten. Künftig soll das noch besser funktionieren, denn das Naturschutzgebiet ist seit Kurzem auch ganz offiziell Mitglied im Heidebogen-Verein.

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Top-Bewertung für Aussichtsturm

„Die bewährte Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement und dem Verein Dresdner Heidebogen wird durch die Mitgliedschaft sicher noch intensiver werden“, so NSG-Sprecherin Cornelia Schlegel. Immerhin kooperiere man ja schon seit über zehn Jahren und hat gemeinsam einiges auf den Weg gebracht. Dazu gehören der Radrundweg durch die Heide und nicht zuletzt die jährlichen Heidefeste. Im Zusammenhang mit dem Radrundweg sind übrigens auch die Besucherpfade entstanden, auf denen das ansonsten gesperrte Schutzgebiet erkundet werden kann. Bei der NSG-Verwaltung bezeichnet man die Wege „als Schaufenster in Sachsens größtes zusammenhängendes Naturschutzgebiet“. Und wer gern den Überblick hat, ist im Grün zwischen Laußnitz, Schwepnitz, Thiendorf und Königsbrück ebenfalls richtig. Mehrere Aussichtstürme machen es möglich. Der 34 Meter hohe Turm auf dem Haselberg bei Königsbrück etwa wird als einer der Top-Aussichtstürme Sachsens geführt. Leider fiel der ebenfalls sehr beliebte Ausguck am Biberpfad Anfang des Jahres einem – vermutlich von einem Brandstifter gelegten – Feuer zum Opfer. Doch er soll wieder aufgebaut werden. Aus gutem Grund: Der Biberpfad, der am Königsbrücker Stadtrand beginnt, ist bei den Heide-Besuchern besonders beliebt. Längst ist das Schutzgebiet auch Tourismusmagnet. „Die meisten Gäste, die im und um das Schutzgebiet unterwegs sind, nutzen ihren Aufenthalt, um Gastronomen, Handel- und Gewerbetreibenden einen Besuch abzustatten“, so Cornelia Schlegel. Nicht zuletzt deshalb arbeiten die Anrainerkommunen der Heide eng mit der NSG-Verwaltung zusammen. Und weil Naturschutz und Tourismus auch wichtige Themen im Heidebogen allgemein sind, wird es bei der künftigen Zusammenarbeit auch verstärkt um diese beiden Themen gehen.

500 Hektar für Besucherangebote

Im Herbst soll aber erst einmal ein neuer Besucherpfad eröffnet werden. Er führt durch den Schwepnitzer Teil des Naturschutzgebietes. Auch einen Namen hat er bereits. Der Weg wird „Heidepfad am Alten Dorf“ heißen. Und er leitet schon das nächste Vorhaben als Beitrag der NSG-Verwaltung im Sachsenforst zur Regionalentwicklung ein. Der aktuelle Landesentwicklungsplan des Freistaats Sachsen sieht ein Naturerlebnisgebiet neben dem Wildnisgebiet NSG Königsbrücker Heide vor. Ziel ist, das Heideland noch attraktiver für Gäste zu machen, ohne den Naturschutz zu vernachlässigen und ohne die besonderen Sicherheitsvorkehrungen im NSG ins Hintertreffen geraten zu lassen. Immerhin liegen nach wie vor Tonnen an Munition im Heidebogen – Relikte aus der Zeit als militärisches Sperrgebiet. Rund 500 Hektar der ehemaligen Truppenübungsplatzfläche sind dafür reserviert – auch hier mit dem Schwerpunkt zwischen Königsbrück und Schwepnitz.

Das diesjährige Heidefest lockt dafür in einen anderen Teil des Heidelandes. Es findet 2014 in Laußnitz auf dem Areal neben der Samendarre statt. Der Termin steht bereits: Gefeiert werden soll am 24. August.

www.nsg.koenigsbrueckerheide.eu

www.heidebogen.eu