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Naturkundemuseum lockt mit gefährlicher Schönheit

Görlitz. Im Senckenberg Naturkundemuseum ist seit gestern eine neue Attraktion zu sehen: eine Greifschwanz-Lanzenotter. Diese giftige Schlange stammt aus Costa Rica und hat gestern ihr Terrarium im Vivarium bezogen.

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Görlitz. Im Senckenberg Naturkundemuseum ist seit gestern eine neue Attraktion zu sehen: eine Greifschwanz-Lanzenotter. Diese giftige Schlange stammt aus Costa Rica und hat gestern ihr Terrarium im Vivarium bezogen. Obwohl drei dieser Tiere schon seit einigen Monaten im Museum leben, ist diese Art erst jetzt öffentlich zu sehen. „Sie waren erst zwei Wochen alt, als wir sie bekamen“, sagt Vivariumsleiter Thomas Lübcke. „Da waren sie viel zu klein.“ Jetzt sind sie mehr als 40 Zentimeter lang und haben damit die richtige Größe für das ausgewählte Terrarium.

So gefährlich das Gift, so putzig der Name: Flecki. Thomas Lübcke hat sie wegen der auffälligen Flecke auf dem Rücken so genannt. Hinter den Kulissen bleiben vorerst Citrus, wie Flecki ein Männchen und ebenso gelb, und Kryptica, das Weibchen, das ihren Namen wegen ihrer guten Tarnung bekam. Anders als die Männchen ist sie grün-grau.

Das Gift dieser Lanzenotter vergleicht Thomas Lübcke von der Stärke her mit Klapperschlangengift. In Europa sterben Menschen an einem Biss wahrscheinlich nicht. Aber in Costa Rica, wo Plantagenarbeiter öfter von den Schlangen verletzt werden und kein Krankenhaus in der Nähe ist, sieht das schon etwas anders aus. (jay)