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Neben dem Geld fehlt auch die Weitsicht

über die Enttäuschung engagierter junger Leute

Susan Ehrlich

Wo immer junge Menschen etwas Sinnvolles auf die Beine stellen, sollte man sie unterstützen. Und wenn sie sich auch noch solch ernsthaften Themen wie Zivilcourage, Demokratie oder Migration widmen, dann erst recht. Dem Löbauer Verein „Augen auf“ stehen für viele seiner rein ehrenamtlichen Aktionen zum Glück immer wieder Helfer zur Seite. Das Kittlitzer Turnier „Fußball grenzenlos“ ist nur ein Beispiel dafür.

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Umso mehr enttäuscht es sie alle, wenn die wenigen finanziellen Mittel, die für die Vereinsarbeit da sind, noch einmal drastisch geringer ausfallen – gerade, weil es um Prävention in Sachen Rassismus und Extremismus geht. Noch vor Jahresfrist hat der Freistaat Sachsen im Zusammenhang mit dem NSU-Prozess gerade hier mehr tun wollen. Stattdessen muss der Augen-auf-Verein sein Schulprojekt wegen der ausbleibenden Fördermittel nun vorerst auf Eis legen. Es gebe zu viele Anträge für zu wenig Geld, heißt es vom Freistaat. Und es fehlt wohl auch an Weitsicht – zumindest bis das nächste „Kind in den Brunnen gefallen“ ist.