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Weißwasser

Neiße-Wasser fürs Seenland

Ein Kubikmeter je Sekunde wird in den Sedlitzer See geleitet. Auch andere Seen füllen sich. Dabei ist das Wasserangebot begrenzt.

Wie ein Wal ragt der Sandberg am Sedlitzer See aus dem Wasser. So sah es vor drei Jahren aus, inzwischen sind viele Millionen Kubikmeter Wasser dazugekommen.
Wie ein Wal ragt der Sandberg am Sedlitzer See aus dem Wasser. So sah es vor drei Jahren aus, inzwischen sind viele Millionen Kubikmeter Wasser dazugekommen. © Archiv: SZ/Wolfgang Wittchen

Bis zu ein Kubikmeter Neißewasser pro Sekunde wird derzeit über die Neißewasserüberleitung der LMBV zur Flutung des Lausitzer Seenlandes herangeführt. Das ist laut Doris Mischke, Leiterin der Flutungszentrale der LMBV, möglich, da im Grenzfluss momentan bis zu 22 Kubikmeter pro Sekunde im mittleren Durchfluss unterwegs sind. Dieses Wasser wird im letzten Abschnitt über den Oberen Landgraben in den Sedlitzer See eingeleitet 

An dem circa 1.400 Hektar großen Bergbaufolgesee laufen derzeit noch diverse Ufersicherungsarbeiten, die einen temporären Grenzwasserstand von 95,00 m NHN (Normalhöhe null) benötigen. Bis dahin kann das Restloch, dessen Pegel sich derzeit auf einem Niveau von 94,16 m NHN bewegt, weiter gefüllt werden. Rund 400.000 Kubikmeter gutes Vorflutwasser konnten so bisher seit Anfang Februar 2020 dort eingeleitet werden. Der Sedlitzer See ist der größte von 30 künstlichen Seen, die im Zuge der Rekultivierung des Braunkohletagebaugebiets der Lausitz entstehen.

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Die Rahmenbedingungen für das Fluten im Einzugsgebiet von Spree und Schwarzer Elster bleiben laut LMBV aber kompliziert. Nach den Entscheidungen der zuständigen Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Länder wird derzeit aus der Schwarzen Elster vorrangig der Senftenberger See (Speicher Niemtsch) wieder aufgefüllt. Am 12. Februar konnte dort bereits ein ansteigender Pegel von 98,72 NHN verzeichnet werden. 

Die Bergbausanierer geben flussabwärts im Rahmen ihrer bergrechtlichen Verpflichtungen bis zu 0,5 Kubikmeter pro Sekunde aus der Gewässerreinigungsanlage Rainitza über die Rainitza in die Schwarze Elster bei Buchwalde hinzu. Die LMBV schlägt derzeit bis zu 1,8 Kubikmeter pro Sekunde aus der Spree in den Bärwalder See ab. Weitere 0,2 Kubikmeter pro Sekunde können aus der Kleinen Spree in den Dreiweiberner See fließen. Rund 0,3 Kubikmeter pro Sekunde nimmt der Bernsteinsee auf – bei gleichzeitiger Abgabe von 1,0 Kubikmeter pro Sekunde ins Flussgebiet. (red/US)