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Neißeaue zeigt Hochglanz

Eine idyllische Flusslandschaft schmückt die Titelseite der neuen Imagebroschüre, mit der die Gemeinde Neißeaue demnächst Gäste und Investoren für Deutschlands „östlichsten Zipfel“ interessieren will....

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Von Hartmut Landgraf

Eine idyllische Flusslandschaft schmückt die Titelseite der neuen Imagebroschüre, mit der die Gemeinde Neißeaue demnächst Gäste und Investoren für Deutschlands „östlichsten Zipfel“ interessieren will. Dabei soll sie jedoch weit mehr zeigen, als nur reizvolle Naturräume, in denen man Pilze sammeln und die Seele baumeln lassen kann. Und an Sehenswertem hat die Neißeaue vom sommerlichen Brückenfest in Deschka über das im Aufbau befindliche Traugott-Gerber-Museum in Zodel bis hin zur Kulturinsel Einsiedel einiges zu bieten.

Die Neißeaue liegt noch weiter östlich

Bürgermeister Hermann Walter will seine Gemeinde nach vorn bringen und künftig für die Medien noch schmackhafter machen. Deshalb lässt er sich das mit dem Zipfel auch von niemandem nehmen. Die Europastadt Görlitz/Zgorzelec sei zwar naturgemäß das Zentrum der Region, sagt Walter, aber die Neißeaue läge mit seinen Dörfern Zodel, Deschka und Zentendorf geografisch noch ein Stück weiter östlich. Diesen Umstand empfindet der Bürgermeister als Standortvorteil, denn Randlagen hätten, wie er sagt, durchaus „etwas Anziehendes“. Dass die Gemeinde in Wirklichkeit aber gar nicht am Rande, sondern zumindest aus europäischem Blickwinkel bald ganz in der Mitte liegt, hat den Bürgermeister auf die Idee gebracht, seine Image-Offensive gemeinsam mit polnischen Partnern zu planen. Der Neiße und ihren Auen fällt dabei eine zentrale Rolle zu, sind sie doch – wie Walter es ausdrückt – ein „verbindendes Element“ zum Nachbarland.

Nachbarort Piensk

wird mit vorgestellt

Und weil Brücken immer zuerst im Kopf gebaut werden, stellt die neue Gemeinde-Broschüre die Nachbarstadt Piensk samt dazugehörigem Umland gleich mit vor. Der Text ist zudem zweisprachig angelegt, denn von den 5 000 Exemplaren, die Walter drucken lässt, soll eine größere Anzahl nach Polen gehen. Die allererste Broschüre will der Bürgermeister in der nächsten Gemeinderatssitzung ebenfalls einem Vertreter der Partnergemeinde übergeben. Inzwischen gäbe es jedoch auch schon einige Interessenten aus dem Inland, lässt Walter durchblicken. Einer davon sei die Görlitzer Touristeninformation, in deren Haus am Obermarkt das neue Werk über die schönste Seiten von der Neißeaue demnächst ausliegen soll.