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Neißedörfer haben neuen Ortsvorsteher

Detlef Roitsch übernimmt den Staffelstab von Marco Fleischer. Der neue Chef des Ortschaftsrates hat viel vor.

Detlef Roitsch, Gemeinde- und Ortschaftsrat, ist jetzt auch Vorsitzender des Ortschaftsrates, sprich Ortsvorsteher.
Detlef Roitsch, Gemeinde- und Ortschaftsrat, ist jetzt auch Vorsitzender des Ortschaftsrates, sprich Ortsvorsteher. © Sabine Larbig

In der Einheitsgemeinde Krauschwitz ist er kein Unbekannter. Dies liegt nicht nur daran, dass Detlef Roitsch in Klein Priebus aufwuchs und – bis aufwenige Jahre in Görlitz – auch mit Ehefrau und drei Kindern im elterlichen Haus in Klein Priebus lebte. Bekannt ist Roitsch auch durch seinen Job in einem großen örtlichen Unternehmen, durch sein Engagement im Heimatort und der Gemeinde Krauschwitz, wo er schon von 1987 bis 1994 Gemeinderat war.

Bei der Kommunalwahl im Mai 2019 wählten die Bürger den CDU-Kandidaten erneut in den Gemeinderat. Auch als Ortschaftsrat von Klein Priebus gaben sie ihm das Vertrauen. Am 18. Dezember wurde Detlef Roitsch sogar zum Vorsitzenden des Ortschaftsrates von Krauschwitz gewählt. Damit übernahm er den Staffelstab von Marco Fleischer, der aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt hatte. „Da ich jetzt im Ruhestand bin, habe ich genug Zeit, mich für diese Ehrenämter zu engagieren“, erklärte der Klein Priebuser am Dienstag in der öffentlichen Ratssitzung, nachdem Bürgermeister Tristan Mühl (Freie Wähler) über seine Wahl und die Bestätigung durch das Landratsamt informierte. „Die Ernennungsurkunde zum Ortsvorsteher überreiche ich Dir offiziell bei der nächsten Sitzung des Ortschaftsrates am 20. Februar im Freizeitzentrum Skerbersdorf“, so der Bürgermeister.

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Detlef Roitsch selbst sieht in seinem neuen Amt eine Ehrung und Herausforderung. „Mir ist es wichtig, die Probleme und Schwierigkeiten der Bürger in den Ortsteilen zu kennen und sie durch offenes Ansprechen in den Bürgerfragestunden bei den Sitzungen des Ortschaftsrates, der monatlich wechselnd in allen Ortsteilen tagt, zu erfahren.“ Ziele seiner Tätigkeit als Gemeinde- und Ortschaftsrat sowie Ortsvorsteher seien beispielsweise der Erhalt der vorhandenen Kommunalstruktur. „Dazu gehören für mich auch die Friedhöfe in den Ortsteilen, die Wehren und Vereine, der öffentliche Personennahverkehr, die Straßen und Verkehrsanbindungen oder der Erhalt vorhandener Parkanlagen wie in Skerbersdorf und die Neugestaltung des Parks in Podrosche.“ Roitsch ist durchaus bewusst, dass all dies nur in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde realisiert werden kann. Sein Ratsmandat dürfte dabei hilfreich sein. Doch der Klein Priebuser setzt ebenfalls auf enge Zusammenarbeit mit deutschen und polnischen Nachbarn. „Mein Ziel ist es, historisch gewachsene Grenzen, wie nach Steinbach und Rothenburg, zu Gunsten der Bürger zu überwinden.“ Er habe deshalb erste Kontakte geknüpft und sogar schon an einer Ortschaftsratssitzung in Steinbach teilgenommen. „Im Gegenzug nimmt der Steinbacher Vorsitzende im April an der Ortschaftsratssitzung in Klein Priebus teil“, verrät Detlef Roitsch.

Derartige Aktionen sollen dazu beitragen, sagt er, dass Probleme – die oftmals dieselben seien – nicht nur untereinander bekannt sind, sondern durch gemeinsame Bemühungen gelöst werden können. So könne man sich durch den Schulterschluss beispielsweise um eine Verbesserung des Busverkehrs zwischen Krauschwitz und Rothenburg bemühen oder sich bei Festen, in der Vereinslandschaft und auf anderen Gebieten gegenseitig unterstützen. „Es ist ein Versuch. Ob es alles klappt, wird sich zeigen“, bekennt Detlef Roitsch, dem ebenfalls enge Kontakte zur Kommandantur des Truppenübungsplatzes wichtig sind. Nur so, sagt er, seien Erleichterungen für die Bürger, regelmäßige Informationen und Gespräche zur Lösung möglicher Probleme erreichbar.

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