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Neißehafen wird eingeweiht

Am Sonntag bekommt die Anlegestelle der Firma Neiße-Tours in Rothenburg einen Namen. Und die Nieskyer Heidespatzen sitzen auch mit im Boot.

© André Schulze

Von Katja Schlenker

Na, so einen tollen Mann wie den Mitarbeiter bei der Firma Neiße-Tours hat die Urlauberin aber lange nicht mehr gesehen. Mit dem geht sie doch gerne auf Reisen. Am liebsten in den warmen Süden, aber der ist auf der Neiße irgendwie unerreichbar. Dennoch finden die beiden am Ende einen Weg. Wie der aussieht, können Gäste am Sonntag in Rothenburg erleben. Die Nieskyer Heidespatzen haben ein buntes Programm zusammengestellt, um die Bootsanlegestelle der Firma Neiße-Tours an dem Grenzfluss einzuweihen.

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Carmina Burana Konzerte am See
Carmina Burana Konzerte am See

Der Chor der Europa Akademie Görlitz feiert unter der Leitung von Joshard Daus mit der „Carmina Burana“ einen leidenschaftlichen Ausblick für die kommende Saison.

Am Montag haben sie es im Nieskyer Bürgerhaus geprobt. Das Zusammenspiel von Gesang, Moderation und Schauspiel muss stimmen. Neben einem kleinen Stück, das die Mitglieder der Truppe gestalten, werden die Gäste auch auf eine musikalische Reise mitgenommen. Die soll ebenso die Geschichte Rothenburgs widerspiegeln.

Denn einst hat es das Dorf Tormersdorf am gegenüberliegenden Neiße-Ufer gegeben. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs mussten die Bewohner ihren Heimatort verlassen. Heute stehen lediglich noch einige Ruinen dort. Das Dorf ist nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht wieder aufgebaut worden. Viele der Einwohner leben heute in Rothenburg und den umliegenden Orten. Einst hat Rothenburg und Tormersdorf auch eine Brücke miteinander verbunden. Diese ist am Ende des Zweiten Weltkriegs ebenfalls zerstört worden.

Geschichten über Tormersdorf, aber auch viele weitere interessante Aspekte der fast 750 Jahre alten Stadt an der Neiße werden in dem Laienspiel vorgestellt. „Wir sind immer wieder gefragt worden, wie die Anlegestelle bei uns unten heißt“, sagt Tino Kittner. Ihm gehört die Firma Neiße-Tours und die Anlegestelle am Fluss. „Die Heidespatzen hatten die Idee, die Anlegestelle einzuweihen und ihr einen Namen zu geben.“ Fortan ist die Stelle am ehemaligen Wehr zwischen Nieder Neundorf und Rothenburg der Neißehafen. Und wie sich das am Kindertag gehört, haben auch die Kleinen kräftig mitzureden. So wird zum Beispiel Ronja am Sonntag mitsingen – aber nicht alleine. „He, ihr da“, ruft sie den anderen Heidespatzen zu. „Sollen wir das ganze Programm alleine schmeißen?!“ Um die dreißig Sänger stehen bereit. Am Sonntag werden sie auf einer zweistufigen Bühne auftreten. Im Hintergrund und etwas höher werden die singenden Heidespatzen stehen. Vorne, auf dem unteren Teil der acht Meter breiten Bühne, wird das Schauspiel mit „Touristin“ Dana Seidel und „Neiße-Tours-Mitarbeiter“ Andreas Reich zu sehen sein.

Bei der Probe am Montag klappt noch nicht alles perfekt. Aber, um Schwachstellen im Ablauf zu finden, sind Proben ja da. Damit die Sänger miteinander ein schönes Bild ergeben, heißt es am Montag erst mal zusammenrücken. „Die Größeren müssen hinter und die Kleineren vor“, sagt der musikalische Leiter Michael Schröter. Der hat bei der Einweihung des Neißehafens am Sonntag auch noch ein besonderes Musikerlebnis auf Lager.

Einweihung Neißehafen: 1. Juni, ab 15 Uhr,

in Rothenburg am ehemaligen Wehr.