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Neißeufer-Pläne sind das Beste seit Langem

über die Projekte von Görlitz und Zgorzelec

Sebastian Beutler

Die Aufwertung des Neißeufers gehört mit zum Besten, was sich die Stadtplaner beiderseits der Neiße haben einfallen lassen. Seit Jahren verfolgen sie hartnäckig die Idee, die Neiße zu dem zu machen, was Flüsse in anderen Städten immer sind: Orte, die Menschen anziehen, wo sie verweilen, sich begegnen. Das ist in den Rheinauen so, auf den Elbwiesen sowieso. Nur die Neiße machte da immer eine Ausnahme. Noch immer ist ihr anzumerken, dass sie über 40 Jahre ein Grenzfluss zwischen Völkern war, die sich trotz allem Wortgeklimper wenig brüderlich, sondern eher ängstlich und besorgt beobachteten. So gibt es kaum durchgehende Wege am Fluss, Wiesen zum Liegen oder Treffen sind ebenso selten. Und vor allem fehlen eben immer noch Brücken für Fußgänger oder Radfahrer über die Neiße.

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All das sehen nun die erneut vorliegenden Pläne für das beidseitige Neißeufer in Görlitz/Zgorzelec vor. Es ist gut, dass sich OB Deinege und Bürgermeister Gronicz in dieser Frage einig sind. Sie wollen gemeinsam das Neißeufer zu einer neuen Mitte der Europastadt machen. Ob es gelingen wird, ist derzeit nicht abzusehen. Doch selbst immer mögliche Rückschläge sollten die Stadtplaner nicht entmutigen und an ihren Ideen festhalten lassen. Denn mit gutem Willen und hilfreichen Fördermitteln der EU könnte in ein paar Jahren das Neißeufer nicht mehr wiederzuerkennen sein. Und damit sowohl Görlitz als auch Zgorzelec.