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Nele ist die Siegerin

Hohnsteiner Grundschüler malten in einem Wettbewerb viele Logos für den Geopfad. Die beste Idee wurde prämiert.

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Von Anja Weber

Feuer, schwarzer Qualm und Lava. Treffender kann das neue Logo für den Geologischen Rundwanderweg von Goßdorf wohl nicht aussehen. Entworfen hat es Nele Schmideke. Sie hatte sich gemeinsam mit anderen Schülern der Konrad-Hahnewald-Grundschule Hohnstein am Wettbewerb „Wanderung auf dem Vulkan“ beteiligt. Dazu hatte der Badverein Goßdorf aufgerufen. Ziel war es, ein Logo für den neuen Geologischen Rundwanderweg von Goßdorf zu entwerfen und Fragen für ein Geoquiz für Kinder vorzuschlagen. Diese sollen dann auf dem Flyer des Wanderwegs abgedruckt werden.

Die Idee für diesen Rundwanderweg hatten die Goßdorfer Petra und Mario Ledig zusammen mit dem Badverein. Rund um den Ort soll ein Rundwanderweg für Touristen und Einheimische entstehen, welcher nicht nur durch eine abwechslungsreiche Landschaft führt und tolle Aussichtspunkte tangiert, sondern auch in sechs Stationen einen Einblick in die Geologie, das heißt die Vergangenheit der Gegend liefern soll.

Denn Hohnstein und Goßdorf liegen nicht nur landschaftlich sehr schön, sondern auch in einem geologisch sehr interessanten und abwechslungsreichen Gebiet. Bei Goßdorf und Hohnstein verläuft die Grenze zwischen Sandstein und Granit, welche als Lausitzer Überschiebung bekannt ist. Im alten Steinbruch an der Straße nach Kohlmühle wurde auch eines der ältesten Gesteine Deutschlands abgebaut. Die beiden Hausberge des Dorfes, der Gickelsberg und der Hankehübel, sind alte Vulkankegel. Und das brachte Nele Schmideke auf die Idee mit dem Vulkan. Insgesamt 25 Kinder aus der Hohnsteiner Grundschule haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. „Es war schwer, aus den tollen Ideen für das Logo eines für den Geopfad auszuwählen“, sagt Petra Ledig. Mehrere Vertreter des Badvereins hätten zwei Stunden lang überlegt und gestritten, bis dann die Entscheidung für Neles Idee fiel.

Sie bekam nicht nur eine Urkunde, sondern auch eine Umhängetasche mit der Aufschrift „Expertin Geologie“ und ein Buch zum Thema. Jochen Hausdorf vom Badverein und Ortsvorsteher Matthias Harnisch hatten aber auch für alle anderen Teilnehmer noch kleine Preise mitgebracht, die sie den Kindern übergaben.

„Der Geopfad und die Schilder für diesen Weg werden nun mit dem neuen Logo versehen“, sagt Petra Ledig. Die Haupttafel soll am Freitag beim Besuch der Landesjury zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ enthüllt werden. Das wird natürlich Nele Schmideke tun. Die Tafel selbst ist in Deutsch und in Tschechisch beschriftet und weist auf das neue Projekt von Goßdorf hin. Bis zu diesem Tag werde auch der Flyer für den Wanderweg vorliegen.

Der enthält dann auch das Geoquiz mit den von den Kindern vorgeschlagenen Fragen. Bis Mitte Juli werden auch die anderen Tafeln an den sechs Stationen des Weges aufgestellt und der Weg insgesamt ausgeschildert sein. Die weitern Tafeln entlang des Weges werden noch folgen. Der Geopfad hat eine Länge von sieben Kilometern und ist auch von Kindern gut begehbar. Start ist am Freibad. Wem der Weg zu lang ist, der kann auch einzelne Stationen in kleinen Wanderungen besuchen.

Weitere Informationen: www.geopfad-gossdorf.com