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Neonazis wollen an den Goldenen Reiter

Dresden rüstet zum Widerstand gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen am Sonnabend. Die haben Prohlis abgemeldet, wollen nun in Mickten starten.

Er wird wohl eine der größten Veranstaltungen von Neonazis in Dresden in den letzten Jahren sein. Anmelder Maik Müller rechnet mit rund 700 Teilnehmern zum „Tag der deutschen Zukunft“, wie er es nennt. Polizei und Antifa befürchten, dass es sogar noch mehr Rechte werden können. Wie die SZ jetzt erfuhr, hat Müller die zunächst geplante Route rund um Prohlis wieder abgemeldet. Nun wollen sich die Neonazis offenbar in Mickten treffen. Der braune Trupp soll sich die Barbarastraße als Startpunkt ausgesucht haben. Quer durch Mickten soll es dann an die Leipziger Straße gehen. Immerhin ist nicht geplant, auf die Altstädter Elbseite zu marschieren. Dort finden parallel die Musikfestspiele statt. Vielmehr planen die Neonazis ihren Gang offenbar bis zum Goldenen Reiter. Ein Indiz dafür ist, dass die Neonazis auf den Ankündigungen für den 7. Juni eine Reiterstatue abgebildet haben, deren Pferd Augusts sehr ähnelt.

Die Dresdner Stadtverwaltung wollte sich zu den Plänen der Nazis nicht äußern. Zumal Müller bereits rund um den 13. Februar ein Katz-und-Maus-Spiel versuchte und ständig Veranstaltungen an-, ab- und ummeldete. Wie die Rechtsextremen mobilisieren auch ihre Gegner bundesweit zum Demonstrieren. Sowohl in Prohlis als auch auf zentralen Plätzen in der Innenstadt wurden bereits Veranstaltungen angemeldet. (SZ/awe)

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