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Netto schafft Platz

Der Einkaufsmarkt an der Breitscheidstraße baut demnächst um. Außen wie innen wird einiges anders.

© SZ Thomas Eichler

Von Susan Ehrlich

Eigentlich möchte Ulrike Hübner zu einem Vorstellungsgespräch in der Nähe. Doch die Parkflächen entlang der Breitscheidstraße sind gerade allesamt zugestellt. „Ich bin zweimal auf und ab gefahren und hatte keinen Erfolg“, sagt sie entnervt. Nun hat sie einen Stellplatz am Netto-Einkaufsmarkt gefunden. Zum Glück! „Es ist ja nur für eine gute halbe Stunde“, entschuldigt sich die junge Frau. Hinterher könne sie ja auch gleich noch hier einkaufen. Dass sie vor dem Lebensmittelmarkt überhaupt eine freie Parkfläche gefunden hat, ist wirklich Glück. Oft sind auch auf dem Kaufmarkt-Parkplatz sämtliche Nischen zugestellt. Manchmal müssen die Kunden erst minutenlang ihre Runden drehen, ehe sie eine der begehrten Stellflächen ergattern. Dieser Umstand soll sich nun ändern, wie eine Sprecherin der Discount-Kette Netto bestätigt.

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Netto möchte an seiner Filiale an der Löbauer Breitscheidstraße umbauen. Ein Entwurf des Bebauungsplanes zur Erweiterung des Lebensmittelmarktes lag dem Stadtrat in dessen Mai-Sitzung vor und wurde auch abgesegnet. Was vor Ort konkret geschehen soll, beschreibt die Unternehmenssprecherin genauer: „Das bisher leere Nebengebäude wird abgerissen und dadurch mehr Raum für Parkplätze geschaffen. Weiterhin wird der Bau einer weiteren Zu- und Abfahrt ermöglicht.“ Die ist auch nötig, denn wenn viel los ist, stehen die Autos manchmal lange Schlange, ehe sie auf die Breitscheidstraße auffahren können. Das wiederum zieht sich weiter bis zur Auffahrt auf die Weißenberger Straße hinter der Tankstelle. Wo allerdings genau die zweite Parkplatzzu- und -abfahrt entstehen soll, konnte das Unternehmen noch nicht mitteilen.

Das leer stehende Nebengebäude hat einst die Pfennig-Oase beherbergt. Im Schaufenster kleben noch die „Zu vermieten“-Schilder. Doch getan hat sich hier nichts. Nun wird hier künftig Platz für Autos geschaffen. Ein älterer Anwohner, der mehrmals pro Woche zu Fuß zum Einkaufen zu Netto kommt, ist erfreut. „Wenn es hier rappelvoll ist, haben auch wir Fußgänger unsere Probleme, uns den Weg zu bahnen“, sagt er und ergänzt: „Das ist nicht ungefährlich.“

Doch nicht nur im Außenbereich soll sich etwas verändern. Laut der Auskunft des Unternehmens wird auch innen gearbeitet, umgebaut und neu gestaltet. „Der Markt wird mit dem modernen Netto-Konzept ausgestattet, was die Erweiterung der Verkaufsfläche sowie breitere Gänge und niedrigere Regale einschließt“, heißt es. Somit wolle man ein optimales Einkaufserlebnis für die Kunden ermöglichen. „Im Eingangsbereich wird eine moderne Leergut-Annahmestelle integriert und die gesamte Eingangsfassade mit dem aktuellen Konzept ausgestattet“, so die Sprecherin.

Eine genaue Auskunft darüber, wann es losgehen soll, hat die Handelskette noch nicht parat. Jedoch sei man bereits in den Vorbereitungen. Rentner Kuhnert ist schon gespannt: „Es ist doch immer schön, wenn sich etwas zum Positiven ändert.“