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Neuanfang am Dippser Bike-Park

Zwei Jugendliche haben begonnen, das Areal auf Vordermann zu bringen. Nun hoffen sie auf Unterstützung.

Von Maik Brückner

Einst wurden hier Wettkämpfe ausgetragen, jetzt sieht es trostlos aus. Der Bike-Park in Dippoldiswalde unweit des Sportparks hat offenbar seine besten Zeiten hinter sich. Rechts und links der Strecke wächst Unkraut. Nur mit Mühe sind die Wege zu erkennen. Lediglich im unteren Bereich wurde das Gestrüpp beseitigt.

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Dafür gesorgt haben Steve Cibelius, Martin Petrowsky und andere Radfahrer. In mehreren Arbeitseinsätzen haben sie mit Hacke und Schaufeln an mehreren Wochenenden hier Ordnung geschaffen. „Gut ein Drittel der Fläche haben wir freigeschnitten“, sagt Martin Petrowsky. Er kennt die Strecke gut. Vor Jahren ist er hier hoch und runter gefahren und hat hier an Wettkämpfen teilgenommen.

Vor drei Jahren wurde es dann ruhiger auf der Fläche. Der 1. Bikecross Verein, der das Areal mit Hilfe vom Verein Pro Jugend als Crossstrecke angelegt hatte, stellte seine Arbeit ein. Einige Mitglieder waren weggezogen, andere gründeten Familien und hatten für das Radfahren weniger Zeit. Der Bike-Park verwaiste. Vergessen wurde er nicht. Einige Jugendliche wollten auf der Strecke wieder fahren. Sie sprachen Benjamin Donath an. Der junge Mann kümmert sich als Sozialarbeiter von Pro Jugend um Jugendklubs in Schmiedeberg, Klingenberg und Dippoldiswalde und konnte den Kontakt zu den früheren Mitgliedern vom 1. Bikecross Verein herstellen. „Ich habe beide Seiten zusammengebracht“, sagt Donath. Inzwischen hat sich eine Gruppe gebildet, die den Bike-Park wieder auf Vordermann bringen will.

Die Beräumung des unteren Abschnittes war der erste Schritt, sagt Martin Petrowsky. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten weitergehen. So ist geplant, den unteren Abschnitt des Bike-Parks zu einer Mountainbikestrecke umzugestalten, auf der man ohne zu treten Rad fahren kann. Die Fahrer bringen ihr Rad durch das Hochdrücken ihres Körpers in Bewegung. Pumptrack nennen die Mountainbiker das. Dazu müssen an der Strecke Wellen und Sprünge geschaffen werden. Da den jungen Leuten aber die Technik und das Geld dafür fehlen, wandten sie sich jüngst an den Dippser Stadtrat. Hier stellten Steve Cibelius und Martin Petrowsky ihr Vorhaben vor.

Oberbürgermeister Ralf Kerndt (Freie Wähler) zeigte sich erfreut, dass sich wieder etwas auf dem Gelände tut. Auch andere Räte waren begeistert. „Das klingt interessant“, sagte beispielsweise René Schlechter (CDU). Generell sei die Stadt bereit, den Jugendlichen zu helfen, so der allgemeine Tenor. Allerdings müssten diese ein Konzept und einen Kostenplan vorlegen. Nur dann könnte sich die Stadt positionieren. Zudem wurde den Jugendlichen geraten, auch auf Sponsorensuche zu gehen. Lohnen würde es sich, einen Landschaftsgärtner um Unterstützung zu fragen. Das wollen die Jugendlichen tun.

In diesem Jahr sind keine weiteren Arbeitseinsätze geplant. Im nächsten Jahr wolle man weitermachen, sagt Martin Petrowsky. Er ist zuversichtlich, dass sich dann weitere Jugendliche der Gruppe anschließen. Wenn die sehen, hier passiert was, werden sie auch anpacken, zeigt sich Petrowsky zuversichtlich. Auch Benjamin Donath von Pro Jugend und der frühere Chef des 1. Bikecross Vereins haben den Bikern Unterstützung angeboten. Um das Vorhaben bekannter zu machen, wollen Steve Cibelius und Martin Petrowsky Facebook nutzen. Wer Kontakt zu beiden sucht, kann sich an Pro Jugend wenden.

Kontakt: 03504 611543