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Bautzen

Neue Angebote brauchen oft Zeit

Kommentar von Tilo Berger über das Aus einiger Milchautomaten.

© Steffen Unger

Wir leben in einer Marktwirtschaft. Da kommen immer mal neue Angebote auf den Markt. Manche finden genug Käufer und halten sich, andere verschwinden wieder. Das ist normal, und diese Form der Wirtschaft war vor dreißig Jahren erklärter Wille des demonstrierenden Volkes.

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Wenn ein Betreiber von Milchtankstellen seine Anlagen wieder abbaut, dann nicht aus purer Unlust oder Langeweile. Derartige Eigenschaften liegen ohnehin nicht in der Natur von Bauern. Die Angebote haben sich in Wilthen, im Bautzener Husarenhof, in Niederkaina und vielleicht ja auch noch anderswo schlichtweg nicht gerechnet. Und Landwirtschaftsbetriebe haben nun einmal nicht so viel finanzielles Hinterland wie große Industriekonzerne. Die können es sich leisten, anfangs unwirtschaftliche Angebote so lange am Markt zu lassen, bis König Kunde irgendwann doch seine Vorliebe dafür entdeckt und das Ganze sich lohnt. Neue Angebote brauchen zuweilen viel Zeit, doch diese Zeit haben Landwirte nicht.

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Es ist schade, dass die Milchtankstellen verschwunden sind, aber es ist aus Sicht der Betreiber nachvollziehbar. Und das Beispiel zeigt, wie schwer es regionale Anbieter haben, sich gegen die Supermärkte zu behaupten.

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