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Neue Außenwand für Schrebitzer Turnhalle

Der Zahn der Zeit und das Wetter haben an Putz und Glasbausteinen des Objektes im Ostrauer Ortsteil Schrebitz genagt. Das kann nicht so bleiben.

Die Wetterseite der Turnhalle Schrebitz ist in einem desolaten Zustand. Deshalb ist eine Instandsetzung dringend notwendig und soll demnächst erfolgen.
Die Wetterseite der Turnhalle Schrebitz ist in einem desolaten Zustand. Deshalb ist eine Instandsetzung dringend notwendig und soll demnächst erfolgen. © Dietmar Thomas

Ostrau. Der Putz ist gerissen, die Glasbausteine aus DDR-Zeiten sind teilweise herausgebrochen und undicht. Eine Wand an der Schrebitzer Turnhalle ist in desolatem Zustand. Und das ist auch noch die Wetterseite. Um weitere Schäden zu verhindern, steht nun eine Instandsetzung an.

Wasser ist bereits in die Halle eingedrungen und das Mauerwerk ist durchfeuchtet. „Deshalb hat der Schrebitzer Ortschaftsrat vor einiger Zeit schon in Eigeninitiative eine Notsicherung vorgenommen“, sagt Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

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Die Turnhalle ist Teil eines Gebäudekomplexes, zu dem noch der vom Schrebitzer Karnevalsverein genutzte Flachbau und die vom Heimatverein bewirtschaftete ehemalige Schule gehören, in der sich unter anderem das Heimatmuseum befindet. Die Sportstätte ist Eigentum der Gemeinde. Genutzt wird sie hauptsächlich von den Fußballern und Tennisspielern des SV Kiebitz.

Damit das Wasser nicht auch noch das Parkett beschädigt, sei die Reparatur der Außenwand dringend notwendig, sagte Dirk Schilling in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Das wird den Planungen zufolge knapp 20.000 Euro kosten. 75 Prozent davon fließen als Fördermittel vom Land Sachsen aus dem Programm Investkraft. 

Daraus finanziert die Gemeinde unter anderem auch die Flutlicht-Anlage auf dem Ostrauer Sportplatz und Lärmschutzmaßnahmen an der Grundschule und der Kindertagesstätte.

Zwei Fenster werden zugemauert

Die Glasbausteine in den acht Fensterflächen der Schrebitzer Turnhalle sind in jeweils drei Abteilen auf einer Fläche von rund 60 Quadratmetern verbaut. Zwei Abteile sollen zugemauert und verputzt werden. Ein Abteil bekommt eine Fensterverglasung ohne Flügel. 

Zwei davon werden mit einer Kippfunktion, die mit einer Kurbel betätigt wird, ausgestattet. Damit soll die Lüftung der Halle gewährleistet werden. Die restlichen Fenster können nicht geöffnet werden. „Der Lichteinfall ist aber damit sichergestellt“, erläutert Schilling.

Im Anschluss an den Fenstereinbau wird die Wand ordnungsgemäß von innen und außen verputzt. Die vorhandenen Sohlbänke werden ausgebaut durch Alu-Fensterbänke ersetzt. Für die Dauer der Bauzeit wird ein Gerüst aufgestellt.

So sieht die Schrebitzer Turnhalle aktuell aus.
So sieht die Schrebitzer Turnhalle aktuell aus. © Dietmar Thomas

Vergeben hat der Gemeinderat jetzt die Bauleistungen für die Maurer- und Putzarbeiten an das Baugeschäft Sprößig Ostrau und für die Fensterbauarbeiten an die Firma Mahrenholz Ostrau. Nach der einhelligen Zustimmung des Gemeinderates kann laut Schilling nun umgehend die Auftragsvergabe an die Baufirmen erfolgen. Der Bürgermeister rechnet mit einem baldigen Baubeginn.

„Die Schrebitzer freuen sich über diesen ersten Schritt in Richtung der kompletten Sanierung der Halle, auch wenn diese noch Zeit erfordert“, erklärt der Bürgermeister. Angedacht sei sie auf jeden Fall. Beispielsweise befinden sich im Turnhallenkomplex keine sanitären Anlagen. 

Die sind im angrenzenden Flachbau, der aber dem Karnevalsverein gehört. „Das müsste im Fall einer Komplettsanierung beispielsweise mit verändert werden“, so Schilling. „Die Außenwand müssen wir dann nicht nochmal anfassen.“

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