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Hoyerswerda

Neue Ausstellung in der Braugasse

Der Künstler Torsten Schlüter stellt seine farbenfrohen Werke erstmals in Hoyerswerda aus.

Torsten Schlüter und Michael Kruscha (v.l.) bei der Vernissage in der Braugasse 1.
Torsten Schlüter und Michael Kruscha (v.l.) bei der Vernissage in der Braugasse 1. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Wer sinnliche, farbenfrohe Eindrücke aus afrikanischen Ländern und Indien aufnehmen will, braucht nur im Bürgerzentrum „Braugasse 1“ die Gemälde von Torsten Schlüter anzuschauen. Diese bilden die 17. Kunstraumausstellung der KulturFabrik mit dem Titel „Mapsa Road“, die der Kurator der Reihe, Michael Kruscha, am vergangenen Freitag eröffnet hat. Viele Gäste waren zugegen, die auch dem Jazzsaxofonisten Prof. Rolf von Nordenskjöld zuhörten, der die Veranstaltung mit seinem Spiel bereichert hat.

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An den Wänden hängen noch bis zum 12. Mai großformatige vielfarbige Ölgemälde sowie kleinere Radierungen, Zeichnungen und Pastelle. Sie zeigen die Hitze namibischer Sommer und den Alltag der Frauen, die dort, wie in Indien, täglich Wasser aus Brunnen schöpfen und die vollen Gefäße auf dem Kopf balancierend nach Hause tragen. „Viel zu viele Fahrzeuge aller Art sind auf der Mapsa Road unterwegs und wollen den Markt der indischen Kreisstadt Mapusa erreichen“, erzählte Torsten Schlüter, der den Wandel dieser Straße seit über 25 Jahren malend dokumentiert. Auch die kraftvoll und doch elegant wirkenden Wasserbüffel, die er dort gezeichnet hat, sind in der Kufa zu sehen. Jeder Darstellung auf dem Skizzenblock geht ein genaues Beobachten der Situation voraus, beweisen detailliert beschreibende Texte des Künstlers. Einige las er den Vernissagebesuchern vor und andere hat er in seinen Kunstbüchern den Bildern zugeordnet.

Michael Kruscha stellte den Menschen Torsten Schlüter vor, der 1959 in Hennigsdorf bei Berlin geboren wurde und an der Bauhaus-Universität Weimar Architektur studiert hat. Bei Prof. Hubert Schiefelbein absolvierte er in der Zeit eine künstlerische Lehre und bei Prof. Gottfried Schüler lernte er viel über Malerei und bildkünstlerische Gestaltung. In den 1980er-Jahren wurde Torsten Schlüter in Weimar zur unerwünschten Person und zog nach Hiddensee, wo er neben Natur und Licht auch Nobelpreisträger wie Thomas Mann und Gerhart Hauptmann entdeckte. Sie haben früher, wie andere Künstler, auf der Insel ihre Sommer verbracht und sorgen dort bis heute für ein besonderes Flair.

Seine Werke hängen erstmals in Hoyerswerda. Er ist von der Kufa, aber auch der Alt- und Neustadt restlos begeistert. Der Künstler findet, dass in der Altstadt die sanierten Altbauten mit den Neubauten eine gute Verbindung eingehen. Die Neustadt repräsentiert noch das alte sozialistische System und dahinter sind die Ideen des Bauhauses spürbar, die Prof. Richard Paulick bei der Gestaltung der Wohngebiete einbrachte. „Dieses architekturhistorische Erbe ist ein großer Schatz und muss besser genutzt werden“, so Torsten Schlüter.