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Neue Auto-Aufbruchserie rund um Riesa

Die Polizei geht davon aus, dass ein oder mehrere neue Serientäter unterwegs sind. Man ermittle intensiv.

Schlag auf die Scheibe: Derzeit häufen sich wieder die Fälle von Autoaufbrüchen in Riesa und Umgebung.
Schlag auf die Scheibe: Derzeit häufen sich wieder die Fälle von Autoaufbrüchen in Riesa und Umgebung. © Sebastian Schultz

Riesa. Wer in den vergangenen Wochen aufmerksam die Polizeiberichte aus der Region studiert hat, der könnte ein Déjà-vu erleben. "Einbrecher schlagen Autoscheibe ein", heißt es da beispielsweise Mitte Juli. Etwa zehn Tage später lautet die Schlagzeile "Portmonee aus Auto gestohlen". 

Erst am 29. Juli vermeldet die Polizei erneut zwei Autoaufbrüche. Einen vom Vortag an der Klötzerstraße, bei dem eine Handtasche samt Inhalt im Wert von 300 Euro gestohlen wurde, sowie einen aus dem Strehlaer Ortsteil Oppitzsch. Der oder die Täter hatten dort die Seitenscheibe eines Kia eingeschlagen. Aus dem Inneren des Wagens nahmen sie dann einen Rucksack samt Geldbörse, Handy und rund 100 Euro Bargeld mit. Der Schaden insgesamt: rund 800 Euro. 

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Am häufigsten betroffen war zuletzt allerdings nicht Strehla, sondern Riesa. Erst am Sonntag war nach dem gleichen Schema auf der Hohen Straße ein Portmonee von der Mittelkonsole eines Audi gestohlen worden. 

Zwei bekannte Täter sitzen noch in Haft

Die Polizei spricht längst wieder von einer Serie. Die Vorgehensweise gleiche sich, teilt Roman Fiedler vom Revier in Riesa mit. Es sei von einem oder zwei Tätern auszugehen, die für die einzelnen Autoaufbrüche verantwortlich sind. Dabei ist es noch nicht so lange her, dass die Ermittler zwei Täter dingfest machten, die in den vergangenen Jahren für derartige Delikte bekannt waren. Einer wurde im Mai 2019 verurteilt, der andere  Anfang dieses Jahres. 

Die beiden Männer hatten unter anderem mit Steinen die Scheibe der Autos eingeschlagen, waren letztendlich aber kurz nach einem ihrer Beutezüge von der Polizei erwischt worden. 

Auf einen solchen Erfolg baut man jetzt auch im Riesaer Polizeirevier. "Wir intensivieren derzeit unsere Bemühungen", so Roman Fiedler. Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Ermittlungen Erfolg zeigen, wie es schon bei den zurückliegenden Serien der Fall war. 

Die beiden in den zurückliegenden Monaten Verurteilten fallen diesmal wohl als Tatverdächtige aus: Sie sitzen nach Polizeiangaben derzeit noch beziehungsweise wieder in Haft. Hinweise gibt es möglicherweise schon. 

Auf Facebook schreibt die Zeugin eines der Diebstähle, der Dieb solle so ehrlich sein, der Betroffenen ihren Rucksack wiederzugeben und sich zu stellen, "(...) denn du warst sehr dumm, hast Beweismittel von dir fallen lassen". Die Polizei habe sie schon informiert, so die Frau. 

Mahnung an die Autofahrer

Ehe es soweit ist, bleibt den Pkw-Fahrern in Riesa und Umgebung nur, Vorsicht walten zu lassen. Es gilt, was schon der mittlerweile pensionierte Revierleiter Hermann Braunger jahrelang gebetsmühlenartig wiederholte: keine Gegenstände  offen im Wagen liegen lassen, und sei es auch für noch so kurze Zeit. 

Im jüngsten Fall aus Oppitzsch war der Pkw lediglich 35 Minuten abgeparkt. Selbst dieser vermeintlich kurze Zeitraum genügte, um die Scheibe einzuschlagen und die Beute vom Sitz zu klauen. Auch die Höhe der vermeintlichen Beute spielt offenbar keine größere Rolle. 

Selbst ein Einkaufsbeutel hatte in der Vergangenheit Kriminelle schon dazu verleitet, die Seitenscheibe zu zerstören, ebenso wie der berühmte Euro für den Einkaufswagen oder den Parkautomaten. 

Um auch die Autofahrer für das Thema zu sensibilisieren, hatten Stadt und Polizei erst 2019 an einigen besonders gefährdeten Stellen im Stadtgebiet Hinweisschilder angebracht. Die sollen noch einmal darauf hinweisen, den Autoknackern möglichst keine Anreize zu bieten. 

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