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Sebnitz

Neue Bestattungsangebote in Neustadt

Auf dem Evangelisch-Lutherischen Friedhof Neustadt werden jetzt naturnahe Beisetzungen in der neuen Waldinsel angeboten. Weitere Neuerungen folgen.

Friedhofsverwalter Silvio Greif steckt auf dem Neuen Friedhof in Neustadt ein Schild in den Boden. Darauf wird die neue Waldinsel beschrieben.
Friedhofsverwalter Silvio Greif steckt auf dem Neuen Friedhof in Neustadt ein Schild in den Boden. Darauf wird die neue Waldinsel beschrieben. © Daniel Schäfer

Auf dem kirchlichen Neustädter Friedhof ist eine weitere geplante neue Bestattungsform jetzt umgesetzt worden. In der Waldinsel inmitten des Geländes können ab sofort Menschen naturnah in Urnengräbern in der Waldinsel unter Bäumen und Sträuchern beigesetzt werden. Dafür wurden fünf Bereiche des Friedhofs umgestaltet. Auf diesen befanden sich bisher Grabfelder mit klassischen Begräbnisstätten. 

Wie Friedhofsverwalter Silvio Greif gegenüber Sächsische.de sagt, würde die Natur die Pflege der Anlage übernehmen: "Neben den bestehenden großen Bäumen haben wir weitere Tannen, Laubbäume und Sträucher gepflanzt. Darunter finden sich insgesamt fünf Grabstellen für je zehn Urnen." Diese neue Art der Beisetzung kostet knapp 2.000 Euro, inklusive sämtlicher Nebenkosten, also aller Gebühren, und mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Die Möglichkeit, Blumen oder anderen Grabschmuck abzulegen bestünde aber nicht, sagt Neustadts Pfarrer Sören Schellenberger: "Wir wollen damit auf den Wunsch der Menschen eingehen, naturnah unter Bäumen beerdigt zu werden", erklärt er. Zudem würde die Grabpflege für die Angehörigen wegfallen, ähnlich eines Friedwaldes.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
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Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Im Juni 2020 soll dann auf dem großen Neustädter Friedhof eine weitere Neuerung angeboten werden, sagt Friedhofsverwalter Greif: "Wir bereiten alles für die Pflegevereinfachten Grabstätten für Ehepartner vor." Nach dem Verscheiden des einen Ehepartners wird dieser dort begraben. Die Pflege übernimmt der Verbliebene. Nach dessen Beerdigung in der selben Grabstätte wird diese auf 20 Jahre vom Friedhof gepflegt. Dafür werden jetzt, gleich neben der neuen Waldinsel, Grabanlagen für 15 Paare vorbereitet.

Seit September 2019 gibt es inzwischen die neuen Gemeinschaftsstellen. Dort finden sich die Namen der Verstorbenen auf großen Holztafeln und die Hinterbliebenen haben die Möglichkeit, auf den Urnengräbern kleine Blumengestecke und Sträuße abzulegen. Diese Bestattungsmöglichkeit kostet bei einer Laufzeit von ebenfalls 20 Jahren rund 2.800 Euro inklusive aller Gebühren. 

Besonderes Augenmerk legt Pfarrer Schellenberger mit Blick in die Zukunft auf die beiden Friedhofs-Anlagen für die Kleinsten: "Wir wollen die Trauerplätze für die Sternenkinder und die Kinder und Jugendlichen ändern", sagt er und erklärt weiter: "Mit diesem Thema gehen wird sehr sensibel und schützend um." So soll der seit 18 Jahren bestehende Trauerbereich "Sternenkinder" für Eltern, die ihr ungeborenes Kind verloren haben, abgeschottet und zu einem ruhigen Raum umgestaltet werden. 

Die Wiese werde nun bepflanzt und mit einer Stahlkante umrandet. Ein Weg soll entstehen und Stauden den Blick Fremder auf die Trauernden verwehren. Wie Sören Schellenberger weiter erzählt, würden in diesem Bereich seit 10 Jahren Sternenkinder beigesetzt. Auch Babys, die unter 500 Gramm schwer sind und nicht der Bestattungspflicht unterliegen finden dort ihre letzte Ruhestätte. Die Anlage für verstorbene Kinder und Jugendliche wird ebenfalls verändert und zu einem schützenden Bereich für die trauernden Eltern werden. "Hier sollen Hecken und Bäume einen Sichtschutz bieten. Die Planung beginnt nächstes Jahr", sagt Schellenberger.

Das Birkenwäldchen im hinteren Bereich des Friedhofes werde derzeit noch nicht als Bestattungsstätte einbezogen. Erst wenn die nun fertiggestellte Waldinsel zur Hälfte ausgelastet sei, seien Bestattungen im Birkenwald möglich, sagt der Pfarrer.

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