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Neue Biere heißen „Lausche“ und „Kleis“

Zwei hohe Berge stehen Pate für Gerstensaft aus Cvikov – die Brauerei wird nach einem halben Jahrhundert „wachgeküsst“.

Bis zum Jahresende soll die 1968 geschlossene Brauerei in Cvikov wiederbelebt werden. Ein Investor hat das baufällige Gebäude gekauft und möchte sich schon im kommenden Monat um die Rückkehr der Biertechnologie kümmern. Wie die Zeitung Deník schreibt, möchte er „Prädikatsbier des Lausitzer Gebirges“, also des tschechischen Teils des Zittauer Gebirges, brauen. Namenspaten sollen die Berge „Luz“ (Lausche) und „Klíc“ (Kleis) sein. Der Kegelberg Klíc befindet sich westlich des Ortes Cvikov, der nur acht Kilometer südlich von Waltersdorf und der Lausche liegt.

Die beiden Biersorten sollen wie in Tschechien üblich nach dem Grad ihrer Stammwürze unterschieden werden – zehn und zwölf Grad. Der Braubeginn ist für den Sommer 2014 angedacht. Eine weitere Sorte mit nur sieben oder acht Grad Stammwürze soll wie vor einem halben Jahrhundert, als die Brauerei noch produzierte, an Glasbläsereien in der Region verkauft werden.

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Bei dem Investor handelt es sich um Jirí Jakoubek aus Nový Bor, der Generaldirektor eines Elektromaterialien-Großhandels ist und Chemietechnologie studiert hat. Er erzählte dem „Denik“, dass er mit einem damaligen Kommilitonen darüber gesprochen hatte, wie viele Brauereien in der Region verwaist sind.

Zufällig habe die von Cvikov zum Verkauf gestanden und so reifte die Idee. Die Stadt zeigt sich indes begeistert darüber, doch noch einen Käufer gefunden zu haben. In der Vergangenheit, so heißt es, war das Objekt als Möbellager, Autowerkstatt, Diskothek und sogar für die Champignon-Zucht genutzt worden. (kaz)