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Neue Broschüre zum Textihandwerk nimmt sich Ort für Ort vor

Eine neue Broschüre befasst sich erstmals mit der Textilgeschichte im Ober- und Niederland. Mit vielen neuen Erkenntnissen.

Von Katja Zimmermann

Schon früher arbeiteten Deutsche aus dem Oberland auf tschechischer Seite oder hatten dort ihre Betriebe; das galt auch für Tschechen aus dem Gebiet rund um Sluknov/Schluckenau, die auf deutschem Gebiet arbeiteten. „Die Menschen gingen dorthin zur Arbeit, wo sie ihren Lebensunterhalt verdienen konnten“, heißt es in der neuen deutsch-tschechischen Broschüre „Auf den Spuren textiler Traditionen“, die sich mit der Textillandschaft im Schluckenauer Zipfel beschäftigt.

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Auf über 100 bunt bebilderten Seiten wird auf die Entwicklung der einzelnen Haus-, Damast-, Bettwäsche-, Fallschirm- und aller anderer Webereien entlang der Staatsgrenze eingegangen. Und das Ort für Ort: Von Sohland über Neusalza-Spremberg, Ebersbach, Neugersdorf, Leutersdorf und Seifhennersdorf bis Großschönau sowie von Mikulasovice/Nixdorf über Dolní Poustevna/Niedereinsiedel und die anderen Orte im Schluckenauer Zipfel bis nach Varnsdorf/Warnsdorf.

Die Broschüre ist Teil eines grenzüberschreitenden „Ziel-III“-Projekts, dass die Arbeitsgruppe von Textilland Oberlausitz beim Verein Windmühle Seifhennersdorf seit Juni 2011 zusammen mit der Varnsdorfer Fachschule mit profilierter Abiturausbildung und Berufsorientierung (Vyssí odborná skola a Strední skola/ VOS a SS) durchführt. Für das Büchlein hat ein kleines deutsch-tschechisches Redaktionsteam seit 2012 in verschiedenen Museen und Bibliotheken recherchiert. Vorgestellt wird das Heft am Montag, 19 Uhr, im Bulnheimschen Hof Seifhennersdorf sowie am 20. Mai, 18 Uhr, in der Stadtbibliothek von Varnsdorf (Otáhalova 1260).